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Geburtenkontrolle im Neulinger Taubenhaus: Bürgermeister Michael Schmidt, Taubenbeauftragter Roland Rogers und Ortsbaumeister Ralf Kilgus (von links) bei der Besichtigung der neuen Anlage. Im Eimer befinden sich die ersten eingesammelten Taubeneier, die gegen Gipsexemplare getauscht worden sind. Foto: Manfred Schott
Geburtenkontrolle im Neulinger Taubenhaus: Bürgermeister Michael Schmidt, Taubenbeauftragter Roland Rogers und Ortsbaumeister Ralf Kilgus (von links) bei der Besichtigung der neuen Anlage. Im Eimer befinden sich die ersten eingesammelten Taubeneier, die gegen Gipsexemplare getauscht worden sind. Foto: Manfred Schott
17.05.2016

Schäden durch Kot: Tauben sollen in Neulingen ausgetrickst werden

Im vergangenen Herbst schlug der Neulinger Brieftaubenzüchter Roland Rogers der Gemeinde vor, dass er sich als ehrenamtlicher Taubenbeauftragter um die Reduzierung der derzeit weit über 200 verwilderten Tauben in Neulingen kümmern wolle.

Diese verursachen durch ihren Kot Schäden an Bauwerken, wie beispielweise an der Kirche in Göbrichen oder den Oberlichtern der Gräfin-Rhena-Halle in Bauschlott. Es mussten schon bislang mehr oder weniger wirksame Abwehrmechanismen angebracht werden. Der Gemeinderat stimmte der Idee des Taubenhauses von Roland Rogers zu und bestellte ihn zum Taubenbeauftragten.

Ortsbaumeister Ralf Kilgus veranlasste die Einrichtung eines Geländes außerhalb von Göbrichen und den Bau des geräumigen Holzhauses als Aufenthalts- und Brutstätte für die Tauben mit den notwendigen Sitz- und Brutregalen. Roland Rogers hat noch eine große Voliere davor gebaut. Das Neulinger Taubenprojekt erhielt außerdem von einem der weltbesten Brieftaubenzüchter, von Andreas Drapa aus Königsbach-Stein, Beratung. Zwischenzeitlich hat Rogers die meisten Tauben an öffentlichen Gebäuden und bei Privatgrundstücken durch Anfüttern in einem Käfig gefangen und im Taubenhaus neu angesiedelt. Taubenpaare haben mit dem Brüten begonnen, 60 Eier legten sie in 14 Tagen. Allerdings werden die Taubeneier durch Gipseier ausgetauscht. Das ist der Trick, um die Vermehrung zu stoppen. Beispielsweise würden aus 100 Tauben, also 50 Taubenpaaren, sonst weitere 300 bis 350 junge Tauben im Jahr.