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Stelldichein vor dem Mühlhausener Backhäuschen: Helga Seitter-Neininger (rechts) stimmt die PZ-Leser aufs Brotbacken ein.
Dass Teig kneten Spaß machen kann, zeigen die Vorsitzende des Backhausvereins Helga Seitter-Neininger (vorne von links) und die Birkenfelder PZ-Leserin Rose-Marie Mauch. Links hinten: Horst Kunzmann aus Königsbach-Stein. Fotos: Seibel
Da wird einem ganz warm ums Herz: PZ-Redakteur Peter Hepfer (rechts) assistiert „Heizer“ Achim Reinhold beim „Einschießen“ der Brote. Vorher muss allerdings noch die Glut aus dem über 200 Grad heißen Ofen entfernt werden.
13.08.2015

Schau mal, wo du lebst: Gewerkelt und geknetet wie zu Omas Zeiten

Mühlacker-Mühlhausen. Beim Backhausverein in Mühlhausen/Enz lernen PZ-Leser das Brotbacken. Geschäftiges Treiben trotz 35 Grad Hitze: von der Pizza bis zur Dinnete.

Bildergalerie: Schau mal: PZ-Leser zu Besuch im Backhaus in Mühlhausen

Irgendwann hört der Spaß auf, möchte man meinen. Vor allem, wenn einem bei schwülen 35 Grad die Schweißperlen nur so von der Stirn tropfen und auch noch ein 200 Grad heißer Ofen in Reichweite steht. Davon ließen sich rund 40 PZ-Leser allerdings nicht abhalten. Angeleitet von Mitgliedern des Backhausvereins Mühlhausen an der Enz, wurden sie in die Kunst des Brotbackens eingeweiht. Und nicht nur wegen der Hitze blieb bei der quietschfidelen Truppe kein Auge trocken.

„Ich bin seit Mai in Rente und habe schon zwei harte Wanderungen von Enzklösterle bis Neuenbürg hinter mir. Aber soviel geschwitzt wie hier beim Backen, habe ich bisher noch nie“, flachste Heike Pfeiffer aus Pforzheim und knetete weiter fleißig ihren Brotteig. Dabei war in Mühlhausen bei der PZ-Sommeraktion „Schau mal, wo du lebst!“ von Anfang an klar, dass es ein echter Knochenjob werden würde.

Gleich kiloweise wurde hier das Mehl verteilt, das hauptsächlich von der Vaihinger Mühle aus der Nachbarschaft stammt. Dazu wurden Hefe, Wasser und ein kleines bisschen vorher angesetzter Sauerteig gemischt. Auch eine Prise Salz und weichgekochte, durch die Spätzlepresse gedrückte Kartoffeln durfte nicht fehlen. Dann hieß es kneten, kneten und nochmals kneten, bis der Teig die richtige Konsistenz hatte. „Er darf nicht zu trocken, aber auch nicht zu saftig sein“, betonte Helga Seitter-Neininger, die Vorsitzende des Mühlhausener Backhausvereins, die das organisierte Durcheinander mit viel Humor und klaren Anweisungen dirigierte. Schließlich galt es den Teig von 40 Laib Brot, 250 Laugenbrötchen und diversen Pizzas vorzubereiten. Außerdem wurden Speck, Schinken und Frühlingszwiebeln für schwäbische Brotkuchen, sogenannte „Dinneten“ geschnippelt. Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.