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Plötzlich erschreckt: Aus dem Gebüsch traten immer wieder schaurige Gestalten und Horror-Clowns mit Motorsäge.  Molnar
Plötzlich erschreckt: Aus dem Gebüsch traten immer wieder schaurige Gestalten und Horror-Clowns mit Motorsäge. Molnar
Lange Schlangen bildeten sich auf dem Weg vor dem Irrgarten, der mit Feuerstellen beleuchtet war.
Lange Schlangen bildeten sich auf dem Weg vor dem Irrgarten, der mit Feuerstellen beleuchtet war.
Hunderte Besucher ließen sich im Maislabyrinth erschrecken, darunter auch die zwölfjährige Alina (links) und Paula aus Gräfenhausen und Pfinzweiler.
Hunderte Besucher ließen sich im Maislabyrinth erschrecken, darunter auch die zwölfjährige Alina (links) und Paula aus Gräfenhausen und Pfinzweiler.
29.10.2017

Schaurig schöner Gruselspaß: Halloween-Nächte locken ins Maislabyrinth Gräfenhausen

Irrwege im Dunkeln mit schaurigen Gestalten und Geräuschen – der Gang durchs nächtliche Maislabyrinth in Gräfenhausen ließ selbst den Mutigsten zusammenfahren.

Eine plötzlich aufheulende Motorsäge oder ein aus dem Gebüsch springendes Monster mit blutiger Maske konnten schon das Fürchten lehren – und für jede Menge Gruselspaß sorgen.

Zum dritten Mal fanden die Halloween-Nächte in Rafael Müllers Maislabyrinth statt, hunderte Besucher ließen sich erschrecken. Einige kamen mit Skelett-Maske, Vampirzähnen oder geschminkten Wunden im Gesicht.

Schon von weitem waren die Lagerfeuerstellen zu riechen und die Schreie aus dem 1,5 Hektar großen Irrgarten zu hören. 24 kostümierte Schausteller – alles Bekannte von Müller – trieben dort ihr Unwesen, darunter Horror-Clowns und ein ächzender Gehängter. Zudem gab es 25 Figuren aus Metall und Eisenschrott, nachgestellte Szenen und Licht-Installationen, viele stammten von der Gruppe „Wäve and the Gang“ aus Straubenhardt. Der englische Künstler Wäve alias Wäveney Wilcox, der in Schwann lebt, hatte auch ein Tipi vor dem Maislabyrinth aufgestellt, wo er mit seiner Gruppe eine Musikperformance gab.

Zwei Wochen lang hatte Rafael Müller und sein 35-köpfiges Team die zweitägige Veranstaltung vorbereitet. „Wenn alles ohne Regen über die Bühne geht und ich für zehn Minuten im Labyrinth zuschauen kann, dann freue ich mich“, sagte der Organisator.

Das Labyrinth war mit sechs Kilometer langen Beleuchtungskabeln, 95 Scheinwerfern, fünf Sound- und vier Nebelmaschinen ausgestattet. Während der Gruselnächte kümmerten sich die Helfer um Einlass, Bewirtung und Parkplatzeinweisung, auch Sanitäter und Security-Leute waren im Einsatz. „Das Ungewisse ist am besten“, sagte Mithelfer Max Gloss an einem der beiden Eingänge, wo die Besucher gruppenweise im Minutentakt hereingelassen wurden.

Auf glitschigem Boden – der Regen am Freitagvormittag hatte die Wege matschig und glatt gemacht – schlitterten die Besucher am Auftaktabend vorbei an Särgen, Fässern und herumliegenden Körperteilen, auch ein banaler Schreibstuhl stand zwischen den meterhohen Pflanzen. Mal wurden sie von schleichenden Zombies verfolgt, mal von lebendigen Plüschhasen erheitert.

„Am Anfang war es gruselig, aber dann hat man sich daran gewöhnt“, sagte die 17-jährige Adelina aus Pforzheim nach dem ersten 30-minütigen Marsch. Draußen hatten sich lange Schlangen gebildet, wie im Vorjahr rechnete Müller mit über 1000 Besuchern. Mehrere Familien und Jugendliche waren jedoch am Freitagabend enttäuscht wieder gegangen, nachdem sie stundenlang in der Kälte auf den Start gewartet hatten. Verschiedene Anfangszeiten kursierten und hatten für Verwirrung gesorgt. „Wenn das schon im Internet nicht klar ersichtlich ist, dann soll wenigstens hier gesagt werden, wann es losgeht“, ärgerte sich eine 46-jährige Mutter aus Pforzheim, die am Freitag mit vier Kindern bereits ab 17 Uhr vor Ort war und ihr Geld zurückverlangte, weil es tatsächlich erst um 20.30 Uhr losging.