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Höchstleistungen zauberten wieder die Tanzmariechen wie Lisa Glatthaar auf die Bühne. Fotos: Fux
Höchstleistungen zauberten wieder die Tanzmariechen wie Lisa Glatthaar auf die Bühne. Fotos: Fux
Kokettierten zum Vergnügen der Besucher mit der Oberweite – die Wolftreiber.
Kokettierten zum Vergnügen der Besucher mit der Oberweite – die Wolftreiber.
Prinzessin Lena I. und das Männerballett
Prinzessin Lena I. und das Männerballett
24.01.2016

Schellau setzt tänzerische Glanzeffekte

Der Narrenbund Schellau ist bekannt für seine tollen Tänze und seine gelenkigen Tanzmariechen, die in der großen Prunksitzung in der Schwarzwaldhalle wieder Höchstleistungen ablieferten.

Das große Tanzmariechen Lisa Glatthaar wirbelte im neuen Schwarz-Weiß-Kostüm über die Bühne und auch das kleine Tanzmariechen Malin Sayle zieht alle Register, denn sie wirkt biegbar wie eine Barbiepuppe und verbindet mit Leichtigkeit turn- und tänzerische Elemente perfekt. Kein Auge trocken blieb beim Cheerleader-Tanz des Männerballetts, auch dort setzt Sayle als krönender Abschluss das i-Tüpfelchen auf die Schlussformation.

Die Wolftreiber spielten und kokettierten tänzerisch mit der Oberweite und sorgten so für Lacher. Auch die Große Garde beherrscht bestens ihr Handwerk. Da sind Märsche oder Popsongs, Hebefiguren und eine Pyramide kein Problem. Krachen ließen es die Kleinen mit „We will rock you“. Auch die Mittlere Garde sorgte für Hingucker und Elan. Als doppelte Tanzmariechen bereicherten Lisa Quessel und Anika Schneider das Programm. Klar, dass bei so viel Bein den Tanzformationen immer wieder Zugaben sicher waren.

Interessante Fragen zum Nachtumzug à la „Wer wird Millionär“ hatte Schellau-Vizepräsident Michael Mühldräxler für Moderator Fabian Ochs vorbereitet, der sich erfolgreiche Hilfe bei Bürgermeister Oliver Korz oder bei den Bankvertretern holte. Das Publikum staunte nicht schlecht, als es erfuhr, dass in der Zeit zwischen 17 und 21 Uhr 181 Personen als Helfer im Einsatz sind und 348 Schilder aufgestellt werden, um die Ortsdurchfahrt zu sperren. Am Folgetag sammelte der Narrenbund 41,5 Tonnen Müll ein. 17 Jahre lang hatte Bernd Ochs für „die hermetische Abriegelung des Bietortes gesorgt“, damit dem Narrenbund finanziell möglichst kein Besucher flöten geht. Dafür dankte der Schellau-Vizepräsident Mühldräxler mit einem Geschenk.

Ganz andere Probleme glossierte in einer witzigen Bütt Andrea Boppenhausen, die erzählte, dass ihr Mann das Ablaufdatum auf der Heiratsurkunde suche. Nicht weniger Sticheleien lieferten sich Tine und Rick (Christine und Patrick Ochs) bis sie beim Casting für Gardepaartanz trotz reiferen Alters zur Höchstleistung aufliefen.

Die Bietschellen werden auch später im Himmel ihre Freude, vor allem aber immer ein Bier griffbereit haben: Mit viel Witz kam immer eine Bietschelle mehr abhanden, die im Himmel unter Engeln einmal mehr Party machte. Der Narrenbund Schellau machte Lust auf mehr, beispielsweise auf den anstehenden Kostümball am Rosenmontag.

„Und wenn auch mancher mal verzagt, weil Müh‘ und Alltagsstress ihn plagt, dann geht er in die Schwarzwaldhall‘, da ist was los in jedem Fall. Und geh’n im Saal die Lichter aus, geh’n wir noch lange nicht nach Haus, und stimmen alle überein, so schön kann’s nur bei Schellau sein“, sangen alle Akteure zum Schluss unter Ehrenpräsident Gerhard Kocherscheidt. Die Gruppe „Herzblatt“ sorgte anschließend für weitere ausgelassene Stimmung.