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Blicken in die Geschichtsbücher der Schellbronner Feuerwehr: Klaus Buchinger, Uwe Bommer und Patrick Dangelmaier (von links).  Fux
Blicken in die Geschichtsbücher der Schellbronner Feuerwehr: Klaus Buchinger, Uwe Bommer und Patrick Dangelmaier (von links). Fux
04.11.2016

Schellbronner Feuerwehr taucht in Historie ein

Mit den Jubiläen ist es so eine Sache: Häufig verlangen runde Geburtstage viel Vorbereitung und Zeit. Aber nicht nur die Organisation des Festes ist mühsam, sondern auch Daten und Fakten machen es Vereinen und Institutionen nicht immer leicht.

Protokollbuch gesichtet

1941 wurde beispielsweise die Freiwillige Feuerwehr Schellbronn, der damals noch selbstständigen Bietgemeinde, gegründet, dies verrät ein Blick ins fein säuberlich und handschriftlich geführte Protokollbuch. Demnach ist die Wehr 75 Jahre alt und hat einen runden Geburtstag. Die Krux: Bereits 1930 gab es in Schellbronn eine Löscheinrichtung, aber diese nannte sich eben nicht Freiwillige Feuerwehr, sondern Löschmannschaft. Auch in dieser Zeit gab es nämlich schon verheerende Brände und noch unterschiedliche Schläuche für Baden und Württemberg, was sich nach einer Brandkatastrophe in Öschelbronn 1933 änderte.

Die Mitgliedsstärke von damals mit acht „Führern“ und 113 Mann lassen den heutigen Abteilungskommandanten Patrick Dangelmaier, seinen Stellvertreter Klaus Buchinger und Uwe Bommer neidisch werden, besonders wenn man bedenkt, dass Schellbronn zur damaligen Zeit nur etwa 450 Einwohner hatte. Heute leben etwa 1400 Menschen im Ort und die Abteilung zählt 24 Aktive.

Fest steht: Im Beisein von „Herrn Landrat Wenz und des Herrn Kreis-Feuerwehrführers Förstner des Landkreises Pforzheim“ wurde am 9. März 1941 die Freiwillige Feuerwehr Schellbronn gegründet, wie aus dem Gründungsprotokoll hervorgeht. Insgesamt 27 Männer hatten sich dazu bereit erklärt, darunter auch Verwandtschaft, beispielsweise Opas und Uropas derer, die heute in der Feuerwehr Schellbronn Verantwortung tragen. Damals wurde auch folgender Beschluss gefasst: „Samstags von 20 bis 22 Uhr Übungsabend“. Etwas, das heute undenkbar wäre.

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