nach oben
Schlechtes Gewissen: Calwer Spielcasino-Räuber stellt sich selbst
Schlechtes Gewissen: Calwer Spielcasino-Räuber stellt sich selbst © Symbolbild: dpa
15.08.2012

Schlechtes Gewissen: Calwer Spielcasino-Räuber stellt sich

Calw. Das erlebt man auch bei der Kriminalpolizei selten: Getrieben vom schlechten Gewissen stand ein 18-Jähriger aus dem Landkreis Calw am Montagmittag vor dem Gebäude der Calwer Kriminalpolizei im Hirsauer Wiesenweg und klingelte. Dem überraschten Kriminalhauptkommissar, der ihn in der Schleuse empfing, erklärte er, dass er das Spielcasino überfallen habe und sich jetzt stellen möchte.

Sein schlechtes Gewissen und Reue haben ihn zur Kriminalpolizei getrieben. Von den geraubten 3000 Euro war allerdings nichts mehr übrig. Die hatte er teilweise schon einen Tag später in dem von ihm überfallenen Spielcasino verzockt und anderweitig verbraucht.

Er wurde am Dienstag dem Haftrichter am Amtsgericht in Tübingen vorgeführt. Gegen den jungen Mann wurde ein Haftbefehl erlassen, der sofort wieder gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. Der Mann hatte mit vorgehaltener Pistole in der vergangenen Woche kurz vor Mitternacht ein Spielcasiono in der Lederstraße überfallen.

Leserkommentare (0)