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Wintereinbruch © dpa
30.01.2015

Schneefälle in der Region: Unfälle, Stromausfall und umgestürzte Bäume

In der Region und im Kreis Calw haben sich am Freitagmorgen einige Verkehrsunfälle aufgrund von Glätte ereignet. In Tiefenbronn rutschten nach einer Vorfahrtmissachtung zwei Autos ineinander. Auf dem Feldberg löste sich eine Lawine - in Augsburg ereignete sich eine Massenkarambolage.

Bei der Massenkarambolage verletzten sich zwölf Verletze. Auf der Bundesstraße 17 bei Augsburg hatte sich am Freitagvormittag in dem Sturm Blitz-Eis gebildet, 15 Fahrzeuge fuhren ineinander. Ein Lasterfahrer wurde bei dem Serienunfall schwer verletzt und musste von den Rettern aus der demolierten Fahrerkabine befreit werden, wie die Augsburger Berufsfeuerwehr berichtete.

Um die Verletzten aus den Autowracks retten zu können, montierten die Helfer auch die Leitplanke der B17 ab. Der Gesamtschaden beläuft sich nach Schätzung der Feuerwehr auf bis zu 300 000 Euro.

Bildergalerie: Starker Schneefall im Südwesten sorgt für Chaos auf den Straßen

Auf dem Feldberg im Schwarzwald hat sich nach den starken Schneefällen am Freitag eine Lawine gelöst und einen Menschen verschüttet. Für die Rettungskräfte wurde Großalarm ausgelöst, sagte ein Sprecher der Bergwacht Schwarzwald. Angaben zu der verschütteten Person könnten noch nicht gemacht werden. Es handele sich vermutlich um einen Skifahrer oder Schneeschuhwanderer.

Im Einsatz seien Suchtrupps sowie ein Lawinensuchhund. Auf der Nordseite des Feldbergs, dem höchsten Berg in Baden-Württemberg, gehen im Winter immer wieder Lawinen ab. Das Gebiet gilt als eines der lawinengefährdetsten Gebiete im Südwesten.

Auf der A8 bei Wimsheim zog sich eine 21-jährige Frau bei einem Unfall leichte Verletzungen zu. Nach den Feststellungen des Autobahnpolizeireviers Pforzheim war die junge Autofahrerin gegen 8.40 Uhr zunächst auf dem mittleren Fahrstreifen in Richtung Karlsruhe unterwegs gewesen. Kurz nachdem sie auf die teilweise mit Scheematsch und Eis bedeckte Überholspur gewechselt hatte, geriet sie ins Schlingern, schleuderte nach einem Bremsvorgang ganz nach rechts und prallte mit ihrem Kleinwagen gegen einen dort fahrenden 40-Tonnen-Laster.

Die junge Frau erlitt leichte Verletzungen und kam mit einem Rettungswagen in eine Pforzheimer Klinik. Ihr erheblich beschädigter Pkw war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Am Auto entstand ein Sachschaden von rund 15.000 Euro. Wegen des Unfalles war die rechte Fahrspur für eine gute halbe Stunde blockiert. Größere Verkehrsbehinderungen blieben aber aus.

In Tiefenbronn rutschten nach einer Vorfahrtmissachtung zwei Autos ineinander. Verletzt wurde bei dem Zusammenprall niemand. Allerdings entstand ein hoher Sachschaden an den beteiligten Autos. Zwischen Schellbronn und Neuhausen landete ein Auto im Graben. Auch hier blieben die Beteiligten unverletzt. Auf der Schömberger Straße bei Unterreichenbach verletzte sich eine Fahrerin. Sie verlor die Kontrolle über ihr Auto und landete mit ihrem Fahrzeug auf der Seite.

Auf Höhe des Zavelsteiner Brückle fiel in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein Baum auf die Straße. Dadurch kam es zu Verkehrsbehinderungen. Auch zwischen Schömberg und Langenbrand hielt ein Baum den Schneemassen nicht stand und kippte in der Folge auf die Straße.

Auch in anderen Teilen Baden-Württembers sorgte der erneute Wintereinbruch für eisglatte Straßen, Unfälle und einen Stromausfall.

Ein Reisebus, mehrere Autos und Lastwagen steckten in den Schneemassen fest, wie die Polizei mitteilte. Auf 15 Bundes-, Land- und Kreisstraßen komme es am frühen Freitagmorgen zu Behinderungen durch Schneebruch. Vereinzelt lagen Äste oder ganze Bäume auf den Straßen.

In den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald, Waldshut-Tiengen und Lörrach fiel zudem teilweise der Strom aus. Wann die Kommunen wieder mit Strom versorgt werden, war am Morgen unklar.

Am Vormittag könnte es dem Deutschem Wetterdienst (DWD) zufolge in mittleren Lagen bis zu 5 Zentimeter Neuschnee geben. Zudem bleibt es im ganzen Land stürmisch. Glättegefahr bestehe im Bergland durch Schnee, Matsch und überfrierender Nässe. Die Höchsttemperaturen liegen bei minus 4 Grad im Bergland und plus 2 Grad am Mittleren Oberrhein.

Bis in den Nachmittag hinein soll es weiter regnen. Der Wind stürmt über den Gipfeln des Hochschwarzwalds mit 85 Stundenkilometern hinweg. Den Meteorologen zufolge kann es Schneeverwehungen geben. In der Nacht zum Samstag soll es laut DWD weiter schneien. Bis zu fünf Zentimeter Neuschnee werden erwartet.