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Heimischen Apfelsaft lassen sich (von links) Regine Einfeld, Walter Appenzeller, 

Karlheinz Zeller und Bernhard Pischzan, Leiter eines Pforzheimer Supermarktes, 

schmecken.
Heimischen Apfelsaft lassen sich (von links) Regine Einfeld, Walter Appenzeller, Karlheinz Zeller und Bernhard Pischzan, Leiter eines Pforzheimer Supermarktes, schmecken. © Ketterl
18.01.2011

Schneewittchen-Apfelsaft ein Beitrag zur Erhaltung von Streuobstwiesen

ENZKREIS. Schneewittchen war in Grimms Märchen die Schönste im ganzen Land. Der auf Schneeewittchen getaufte Apfelsaft der Streuobstinitiative Calw/Enzkreis/Freudenstadt ist zwar nicht der schönste, nach Meinung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund) aber einer der besten – zumindest in der Region.

Bei einem Pressetermin am Dienstag m City-Supermarkt Pischzan an der Leopoldstraße in Pforzheim freute sich Regine Einfeld über ein „von der Qualität her herausragendes Jahr.“ Insgesamt wird der Schneewittchen-Apfelsaft in 26 Geschäften im Enzkreis und in Pforzheim, in 37 Läden im Landkreis Calw und an 20 Stellen im Kreis Freudenstadt angeboten.

Neu ist seit Herbst vergangenen Jahres das Projekt Modellgemeinden/Wiesenpower. „Die Streuobstinitiative bietet die Pflanzung oder Pflege von Obstbäumen an und die Gemeinden verpflichten sich, den Saft bei allen Gelegenheiten anzubieten und auszuschenken“, erläuterte Einfeld. Eine solche Kooperation gibt es bisher mit der Gemeinde Tiefenbronn für den Ortsteil Lehningen. „Wir hoffen, dass weitere Gemeinden dazu kommen.“

Laut Bund-Regionalverbands-Vorsitzendem Walter Appenzeller sind im vergangenen Jahr zwischen 55 und 60 Tonnen Äpfel in den Sammelstellen in Mühlacker, Mönsheim und Feldrennach abgegeben worden. „Das sind etwa 36 000 Literflaschen“, rechnete Einfeld flugs aus.

Der Enzkreis unterstützt die Initiative und schenkt bei seinen Sitzungen Schneewittchen aus. Umweltdezernent Karlheinz Zeller warb gestern für den Saft, den es in verschiedenen Variationen gibt: „Wir sind generell für Lebensmittel aus der Region für die Region.“