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23.02.2019

Schnelle Lösung bei Pendlerstaus unwahrscheinlich

Enzkreis. Wie Bürgermeister Michael Seiß in der Friolzheimer Gemeinderatssitzung berichtet hatte, war die Verkehrssituation im Heckengäu Thema eines Gesprächs zwischen Vertretern des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe, des Enzkreises und der Gemeinden Friolzheim, Heimsheim und Mönsheim. Über die Inhalte informiert nun das Landratsamt. Man habe den bereich der Landesstraße zwischen Mönsheim und Heimsheim sowie die dortige A 8-Ausfahrt in den Blick genommen. „Eine schnelle und nachhaltige Lösung für den täglichen Pendlerstau wird es nicht geben“, heißt es in dem Schreiben.

Verkehrsplaner Andreas Weber von der Planungsgruppe Kölz, die mit der Erstellung eines Verkehrsgutachtens beauftragt worden war, stellte die Prognose für künftig erwartete Verkehrszahlen und Lösungsvarianten vor. Berücksichtig wurde die Gewerbeentwicklung in der Region. „Auf lange Sicht werden nur umfängliche bauliche Veränderungen eine dauerhafte Entlastung und Verbesserung bringen“, fasste Jürgen Skarke, Abteilungspräsident für den Bereich Straßenwesen und Verkehr beim RP, die einhellige Ansicht der Beteiligten zusammen. Wie die Veränderungen aussehen werden, lasse sich noch nicht sagen, so Skarke. Seine Behörde werde als zuständiger Träger der Straßenbaulast nun mit Planungsschritten für eine umfangreiche Umplanung des Streckenabschnittes beginnen. Nur so könnten vor allem zu den Stoßzeiten dauerhaft die Leistungsdefizite der Verkehrsachse bewältigt werden.

„Auch wenn es mit punkthaften oder provisorischen Maßnahmen langfristig nicht mehr getan ist, sollten wir kurzfristige verkehrsrechtliche oder kleinere bauliche Übergangslösungen, die bei den Bürgern spürbar ankommen, mit untersuchen“, so Landrat Bastian Rosenau. Hierzu sollen sich Verkehrs- und Straßenbaubehörde abstimmen. Außerdem drängte er darauf, auch den ÖPNV und den Radverkehr nicht aus den Augen zu verlieren.

Nach dem im Februar erwarteten Abschlussbericht zum Verkehrsgutachten werde das RP konkrete Planungsschritte ausarbeiten und den Gemeinden vorstellen. Ein belastbarer Zeitplan für die Umsetzung von Maßnahmen lasse sich derzeit noch nicht benennen, so Skarke. enz