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2004 hielt dieser ICE in der Goldstadt: Der Zug wurde damals auf den Namen Pforzheim getauft. Foto: Ketterl, Archiv
2004 hielt dieser ICE in der Goldstadt: Der Zug wurde damals auf den Namen Pforzheim getauft. Foto: Ketterl, Archiv
04.12.2013

Schneller ICE hält in Pforzheim: Fahrgäste dürfen aber nicht rein

Das ist ganz schön bitter für Bahnreisende aus der Region: Da hält endlich mal einer der Intercity-Express-Züge (ICE) Station im Pforzheimer Hauptbahnhof, aber Fahrgäste dürfen nicht ein- oder aussteigen.

Wie Dieter Zaudtke vom Verband Pro Bahn Nordschwarzwald erfahren hat, hält der nächtliche ICE von Dortmund nach München künftig zwar in Pforzheim, legt hier aber nur einen kurzen Betriebshalt ein. Der Region, die seit Jahren um gute Fernverbindungen kämpft, geht es damit so wie dem Hund, dem sein Herrchen ständig eine knackige Wurst vor die Schnauze halten würde, ohne ihn hineinbeißen zu lassen.

Dabei hätte die Bahnwelt in der Goldstadt nach dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember so schön aussehen können. Die Bahn ändert den Laufweg des Fernzugs, der nun über Pforzheim fährt. Bisher eilt der ICE aus dem Ruhrgebiet über Vaihingen/Enz in die Landeshauptstadt und lässt Pforzheim und den Enzkreis links liegen.

Im Pforzheimer Hauptbahnhof rächt sich nun die Misere mit den alten Bahnsteigen. Denn die sind für die ganz schnellen Züge zu niedrig. „Für einen sicheren und bequemen Zustieg in den ICE ist eine Bahnsteighöhe von mindestens 55 Zentimeter über der Schienenoberkante notwendig“, beantwortete DB-Fernverkehr auf eine Anfrage von Zaudtke. Deshalb gebe es nur einen kurzen Zwischenstopp. In den ICE darf aber niemand raus und niemand rein. Wenn die Pforzheimer Bahnsteige einmal erneuert wären, stünde „einem planmäßigen Halt des ICE nichts mehr im Wege“, erklärte ein Bahnvertreter Dieter Zaudtke.

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