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Überzeugten sich vor Ort vom Fortschritt der Bauarbeiten für die Verbesserung der Breitbandversorgung in Sprollenhaus (von links): der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Klaus und Felix Lienen, Steffi und Rainer Weiss, Bürgermeister Klaus Mack, Breitband-Koordinator Bernd Land und Jochen Borg.   privat
Überzeugten sich vor Ort vom Fortschritt der Bauarbeiten für die Verbesserung der Breitbandversorgung in Sprollenhaus (von links): der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Klaus und Felix Lienen, Steffi und Rainer Weiss, Bürgermeister Klaus Mack, Breitband-Koordinator Bernd Land und Jochen Borg. privat
10.05.2019

Schneller als das ganze Land

Staatssekretär Fuchtel schaut sich in Sprollenhaus Breitbandausbau an. Bis Jahresende sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein.

In Sprollenhaus geht es mit dem Breitband voran. „Es ist zwar nicht das Silicon Valley von Baden-Württemberg, zeigt aber die Umsetzung im ländlichen Raum“, so Bad Wildbads Bürgermeister Klaus Mack beim Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel, der sich nach dem Verlauf der Bauarbeiten für den Anschluss des Stadtteils an die Datenautobahn erkundigte.

Ein kleines „Silicon Valley“ deshalb, „weil wir schneller als das ganze Land sind“, erklärte der Rathauschef. Möglich gemacht hat das der Bund, der mit der Übernahme der Planungskosten für die Breitbandversorgung in Höhe von rund 50 000 Euro der Kommune unter die Arme gegriffen hat. Außerdem erfährt die Stadt Unterstützung durch das Land und die digitale Offensive des Landkreises Calw. Deren Beauftragter Bernd Land erläuterte dem Bundestagabgeordneten die technischen Details. Die Versorgung in Sprollenhaus sei bislang mit bis zu 2000 Kilobit mehr als „unterirdisch“. Nicht umsonst hätten die Einwohner auf eine rasche Lösung gedrängt.

„Jetzt konnten wir endlich loslegen“, sagte Mack, nachdem man sich für den Startschuss bewusst jene Orte ausgesucht habe, die bislang „vom Internet praktisch abgeschnitten“ waren. Insgesamt stehen im städtischen Haushalt „einige Millionen bereit, um Glasfaser bis in jedes Haus zu legen.“ Außerdem „denken wir sogar weiter und haben die Kabel gleich mit 16 Fasern belegt“. Davon könnten auch die Mobilfunkanbieter im Zuge der Aufrüstung ihres Funknetzes profitieren.

„Nachdem wir jahrelang die Hinterwäldler von Baden-Württemberg waren“, sagte Rainer Weiss, sähen endlich Selbstständige und Unternehmer, die dringend auf eine gute Internetanbindung angewiesen seien, Licht am Horizont. Die verbesserte Breitbandversorgung werde schlussendlich Auswirkungen bis in jedes Privathaus haben. Fuchtel unterstrich, dass jetzt an vielen Stellen seines Wahlkreises gebaut werde: „Die Politik tut was bezüglich des Breitbandausbaus.“ Bernd Land ist derweil guter Dinge, dass zum Jahresende in Sprollenhaus die Zeit mangelhafter Internetversorgung ein Ende haben wird: „Schließlich geben wir Vollgas“, so der Breitband-Koordinator beim Landkreis, „bis in den Dezember hinein wollen wir die Bauarbeiten abgeschlossen haben.“