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In der Gießerei  Casper wurden bei Minister Peter Hauk (rechts) Jugenderinnerungen wach. Er hat schon in einem Hammerwerk gearbeitet. Hauk informierte Remchinger Unternehmer über Zuschüsse des Landes für den Ausbau des Datennetzes.
In der Gießerei Casper wurden bei Minister Peter Hauk (rechts) Jugenderinnerungen wach. Er hat schon in einem Hammerwerk gearbeitet. Hauk informierte Remchinger Unternehmer über Zuschüsse des Landes für den Ausbau des Datennetzes. © Günther
04.06.2009

Schnellere Internetleitungen für Remchingen

REMCHINGEN-NÖTTINGEN. Unternehmen aus Remchingen haben Baden-Württembergs Minister für ländlichen Raum, Peter Hauk (CDU), gedrängt, die Gemeinde beim Aufbau schneller Internetleitungen zu unterstützen.

„Wir können blitzschnell reagieren, um Kunden zu beliefern. Für die schnelle Kommunikation brauchen wir aber Breitband“, sagte Till Casper, der Hauk seine Firma vorstellte, die in fünfter Generation von Sohn Felix weitergeführt werde.

„Wir sind bei den Anschlüssen zur Datenautobahn unserer Zeit hinterher“, klagte Till Casper. Das Rathaus hatte bei einer Umfrage den Bedarf von Breitbandversorgung bei den Remchinger Unternehmern ermittelt. Allein im Ortsteil Nöttingen benötigen 13 Betriebe sofort das schnelle Netz. Minister Hauk sagte, dass man heute mehr denn je auf schnellen Datenfluss angewiesen sei: „Buchhaltungsdaten, Konstruktionszeichnungen und Fernwartung brauchen schnellere Übertragung als dies in Nöttingen möglich ist.“

Die Übertragung per Kupferkabel sei begrenzt, Funk wegen der Masten und mangelnder Sicherheit sehr sensibel, so Hauk. „Glasfaser schlägt alles“, sagte Hauk. Ziel des Landes sei es, die Glasfaserversorgung flächendeckend zu erreichen.

Bis Ende 2010 seien im Förderprogramm für Städte und Gemeinden 50 Millionen Euro verfügbar: „Die Kommunen sind aufgefordert, Anträge zu stellen. Bessere Konditionen werden sie nie bekommen.“

Die Gemeinde will für den Ausbau des Datennetzes eine Ausschreibung von vier auf zwei Wochen verkürzen. Im September oder Oktober könnten dann schließlich die Bauarbeiten für die Datenautobahn über Glasfaserkabel, das teilweise schon liegt, beginnen, sagten Rathausvertreter.