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Symbolischer Knopfdruck mit Signalwirkung für den Landkreis: Enzklösterles Bürgermeister Sascha Dengler, Landrat Helmut Rieggger, Innenminster Thomas Strobl, Andreas Knörle, Geschäftsführer Eigenbetrieb Breitband Landkreis Calw, und Bodo Moray (von rechts), Geschäftsführer Netze BW, läuten in Gompelscheuer eine neue Ära ein.  Foto: Meister 
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In Sprollenhaus machen sich Riegger und Strobl gemeinsam mit Bad Wildbads Bürgermeister Klaus Mack ein Bild von der Breitband-Baustelle.  Foto: Meister 

Schnelles Internet: Ruckzuck auch im ländlichen Raum

Kreis Calw/Enzklösterle-Gompelscheuer. Als eine Signalwirkung für den Landkreis bezeichnete Helmut Riegger, Landrat Calw, die offizielle Inbetriebnahme des Glasfasernetzes in Enzklösterle-Gompelscheuer. „Es ist eine wichtige Aufgabe für den Landkreis das Glasfasernetz auszubauen“, so Riegger. Bei der Inbetriebnahme war auch Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) vor Ort. Im Landkreis Calw befindet sich das schnelle Internet derzeit im Ausbau.

„Baden-Württemberg ist die innovativste Region in Europa und deshalb müssen wir die Kräfte bündeln und in die Zukunft investieren“, erklärte Strobl. In der aktuellen Legislaturperiode will die Landesregierung eine Milliarde Euro in die Digitalisierung investieren. Rund die Hälfte davon in den Aufbau der digitalen Infrastruktur.

Davon profitiert der Landkreis Calw mit 18 Millionen Euro. Aktuell hat der Eigenbetrieb Breitband Landkreis Calw für den über- und innerörtlichen Ausbau über 500 Kilometer Glasfaser verlegt. „In Baden-Württemberg nimmt der Landkreis Calw eine Spitzenposition ein“, lobte Strobl. Derzeit wird das Netz in acht weiteren Gemeinden im Landkreis ausgebaut – darunter auch Schömberg und Bad Wildbad. Bis in drei Jahren sollen 20 von 25 Gemeinden mit Glasfaser versorgt sein. „Wir setzen die Politik, die uns die Landesregierung ermöglicht, im ländlichen Raum fort“, stellte Riegger klar. „Die Inbetriebnahme in Gompelscheuer ist ein deutliches Zeichen, dass der ländliche Raum nicht abgehängt wird“, so Strobl. Bereits 2016 hatte Strobl in einer Sitzung im Parlament den Wunsch geäußert, dass auch der letzte Schwarzwaldhof mit Internet versorgt wird. Vor einigen Jahren sei nicht denkbar gewesen, dass in Gompelscheuer mit einem Gigabyte pro Sekunde gesurft werden kann. Doch das NSWnetz, ein gemeinschaftliches Projekt des Landkreises, der Sparkassen-IT Informationstechnologie und der brain4kom AG haben dies ermöglicht.

Sascha Dengler, Bürgermeister Enzklösterle, hob vor allem die Arbeit von Petra Nych hervor, die bereits seit 2010 für ein flächendeckendes Internet gekämpft hat. „Am Beharren von Frau Nych wird deutlich, dass es sich lohnt die Arme hochzukrempeln“, schmunzelte auch Landrat Riegger. Andreas Knörle, Geschäftsführer Eigenbetrieb Breitband Landkreis Calw, stellte die verbesserte Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse heraus und hofft, dass auch beim Mobilfunk ein ähnliches Konzept zustande kommt.

Im Anschluss der Inbetriebnahme in Gompelscheuer konnten sich die Verantwortlichen ein Bild der Breitband-Baustelle in Bad Wildbad-Sprollenhaus machen. Bürgermeister Klaus Mack machte darauf aufmerksam, dass die Ortsteile nicht abgehängt werden dürfen und in solche Maßnahmen intensiviert werden müsse. Laut Netze BW ist das 3,9-Millionen-Euro-Projekt auf einem guten Weg und bereits die Hälfte der Arbeiten abgeschlossen. Bis zum Ende des Jahres soll in Sprollenhaus der Netzbetrieb aufgenommen werden.