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09.10.2009

Schnelles Internet braucht Zeit in Remchingen

REMCHINGEN. Mit bis zu 75.000 Euro fördert die Gemeinde Remchingen eine leistungsstarke Breitbandversorgung in den Nöttinger und Darmsbacher Gewerbegebieten. Diese Absicht ist öffentlich bekannt gemacht worden.

In der Gemeinderatssitzung wurde nun mitgeteilt, dass sich bis zum 15. September acht Kommunikations-Unternehmen gemeldet haben, die für ein schnelles Internet sorgen wollen. Eines dieser Unternehmen, die Deutsche Telekom AG in Bonn, habe jedoch am 25. September kundgetan, dass es an dem Ausschreibungsverfahren nicht teilnehmen könne. Grund dafür seien die EU-Vergaberichtlinien, die einer Kommune lediglich eine maximale Zuzahlung von 75 000 Euro erlauben. Dieser Betrag reicht der Telekom aber bei weitem nicht aus.

„Wie geht es nun weiter?“, wollte CDU-Gemeinderätin Barbara Casper aus Nöttingen wissen. „Die offiziellen Angebote werden vermutlich nächste Woche eintreffen“, kündigte Hauptamtsleiter Rudi Dennig an. Dann könne man die Angebote auswerten und entscheiden, wer mit dem DSL-Ausbau beauftragt werde.

„Haben auch Nöttinger Privatleute etwas von der Investition?“, erkundigte sich Gemeinderat Martin Gegenheimer (CDU). „Es geht nur um die Gewerbegebiete“, beschied Hauptamtsleiter Dennig. Ein Anbieter garantiere schon jetzt eine gute DSL-Versorgung.

GIS-System für 40 000 Euro

Mit moderner Datentechnik hatte auch ein anderer Tagesordnungspunkt zu tun. Ein am Starnberger See angesiedeltes Unternehmen durfte ausführlich sein Gemeindeinformationssystem (GIS) präsentieren. Insgesamt hatten sich drei Firmen darum beworben, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Gemeindemitarbeiter künftig leichten Zugang zu wichtigen Plänen und Daten erhalten. So sollen beispielsweise Bebauungspläne, Leitungen, Luftbilder, Altlasten, Wasserschutz- und Landschaftsschutzgebiete mit einem Klick aufgerufen werden können.

Der Gemeinderat zeigte sich damit einverstanden, dass die bayerische Firma beauftragt wird. Remchingen lässt sich das GIS 40 380 Euro netto kosten und gibt zusätzlich für die jährlichen Serviceleistungen weitere 4095 Euro netto aus.