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Trickbetrug durch russische Schockanrufer.
„Ihr Sohn ist tot“: Trieckbetrug durch russische Schockanrufer © dpa
11.06.2014

Schockanrufer werden ertappt

Ein weiterer Fall von perfidem Trickbetrug hat sich am Dienstag in Rohrdorf abgespielt, endete aber glücklicherweise erfolglos. Eine 74-jährige Frau erhielt einen Anruf, in dem ein Mann in russischer Sprache behauptete, ihr Sohn habe einen Unfall verursacht und ein neun jähriges Kind überfahren.

Um eine mögliche Haftstrafe des Sohnes zu vermeiden, müsse die Rentnerin für ihn Geld bezahlen. Der Unbekannte forderte die Frau auf, ihr komplettes Bargeld zusammenzutragen und bei einem erneuten Anruf die Nummer der Geldscheine mitzuteilen. Tatsächlich meldete sich der Anrufer nach einiger Zeit wieder, vermutlich um einen Geldübergabetermin zu vereinbaren. Dazu kam es aber nicht, denn während des Telefonats erschien die Tochter der Seniorin, die der Sache misstraute. Als dies der Unbekannte bemerkte, legte er auf. Wie bei solchen Schockanrufen üblich, war die Geschichte des Unbekannten eine reine Erfindung. Das Lügengebilde dient nur dazu, den Angerufenen in Angst und Schrecken zu versetzen und dadurch Geld zu ergaunern. Zeugen oder weitere Geschädigte werden gebeten, sich beim Polizeirevier Nagold, Telefon 074522/93050, zu melden.