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Mit rund 80 Feuerwehrleuten aus allen Schömberger Ortsteilen und aus Bad Wildbad wurde verhindert, dass ein Scheunenbrand eskalierte. Zwar brannten zwei Scheunen nieder, doch die Flammen griffen nur an einem von zwei angebauten Häusern den Dachstuhl an.   © Meyer
Alle Hände voll zu tun hatte die Feuerwehr in Schömberg-Bieselsberg, um die Ausbreitung eines Scheunenbrands auf andere Gebäudeteile zu verhindern. © Meyer
01.01.2016

Schömberg: Zwei Scheunen abgebrannt, Wohnhaus beschädigt

Schömberg-Bieselsberg. Ein Großaufgebot an Feuerwehr und Rettungskräften musste zum Jahreswechsel nach Schömberg-Bieselsberg zu einem Gebäudebrand an der Friedenstraße ausrücken. Um 0.50 Uhr war eine Scheune in Brand geraten und auch das angebaute Wohnhaus und eine zweite Scheune standen kurz darauf teilweise in Flammen. „Wir sind von Schömberg herein gefahren und haben von weitem schon den roten Himmel gesehen“, sagte Schömbergs Feuerwehrkommandant Rainer Zillinger gegenüber PZ-news.

Bildergalerie: Scheunenbrand in Schömberg-Bieselsberg gefährdet Wohnhäuser

Die Hausbewohner wurden von Nachbarn auf das Feuer aufmerksam gemacht und konnten das Gebäude unbeschadet verlassen. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Morgenstunden des Neujahrtags. Insgesamt waren 80 Einsatzkräfte mit 12 Fahrzeugen von allen Freiwilligen Feuerwehren aus Schömberg und von der Freiwilligen Feuerwehr Bad Wildbad vor Ort. Hinzu kamen noch 20 Rettungskräfte des DRK (unter anderem vier Einsatzteam und ein Notarzt), die halfen, die evakuierten Menschen zu betreuen.

Bildergalerie: Suche nach Ursache für Scheunenbrand in Bieselsberg

Die beiden Scheunen brannten völlig aus. In ihnen waren landwirtschaftliche Maschinen abgestellt. Das angebaute Wohnhaus wurde im Bereich des Dachstuhls beschädigt. Ein komplettes Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus konnte durch die Feuerwehr verhindert werden.

Es ist derzeit allerdings nicht bewohnbar. Bürgermeister Leyn bot der fünfköpfigen Familie eine Unterbringung der Gemeinde an, sie kam jedoch zunächst bei Verwandten in Schömberg unter. Das ganze Ausmaß der Schäden stellte sich gestern bei Tageslicht heraus: Der Dachstuhl ist weg, in einigen Zimmern sind Löcher in der Wand, Böden und Wände sind durchnässt, ein beißender Rauchgeruch hängt in der Luft. Die Familie, die Silvester mit Gästen feierte, war von Nachbarn über das ausgebrochene Feuer informiert worden. Alle konnten sich rechtzeitig ins Freie retten.

Bislang heißt es: Brandursache unbekannt. Es liegt jedoch nahe, dass ein Feuerwerkskörper den Brand ausgelöst haben könnte. Kriminaltechniker haben am Neujahrstag mit der Untersuchung des Brandortes begonnen. Der Schaden beträgt nach vorsichtigen Schätzungen mindestens 150.000 Euro.