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Auf der Linden- und Liebenzellerstraße sollen die Autos bald nur noch mit Tempo 30 rollen dürfen. So sieht es ein Antrag der Gemeinde beim zuständigen Landratsamt vor. Foto: PZ-Archiv, Falk
Auf der Linden- und Liebenzellerstraße sollen die Autos bald nur noch mit Tempo 30 rollen dürfen. So sieht es ein Antrag der Gemeinde beim zuständigen Landratsamt vor. Foto: PZ-Archiv, Falk
29.03.2017

Schömberg fährt auf Tempo 30 – Neue 30er-Zone?

Der Lärmaktionsplan sorgte in der Sitzung des Schömberger Gemeinderats für reichlich Diskussionsbedarf. Dabei wurde eine Tempo-30-Zone ins Spiel gebracht, welche die Lindenstraße und die Liebenzeller Straße, einschließen soll.

Oliver Zajac von der Unabhängigen Wählervereinigung (UVW) nannte das Vorhaben „kompletten Quatsch“ und sagte mit Blick auf die bislang bestehende innerörtliche Höchstgeschwindigkeit: „Uns stört’s nicht!“. Die entgegengesetzte Sichtweise brachte Martin Hackenberg (CDU) – sofort und hörbar verärgert – in die weitere Diskussion ein. Hackenberg, seines Zeichens Zahnchirurg, unterhält Praxisräume an der Lindenstraße. Denjenigen Ratskollegen, die nicht unmittelbar an den Schömberger Durchgangsstraßen zu Hause seien, so machte er seinem Ärger Luft, merke man dies bei solchen Stellungnahmen an.

Michael Wernecke (UVW) erinnerte: „Wir haben in diesem Bereich bereits Barrieren“ und Jürgen Krauth-Kopp (UVW) betonte: „Auch mit Tempo 30 appelliert man nicht unbedingt an die Vernunft“. Steffen Lindner (CDU) entgegnete: „Bei einem LKW machen 30 oder 50 Stundenkilometer schon einen Unterschied. Einen zusätzlichen Gesichtspunkt brachte Udo Bertsch (CDU) in die Debatte ein: Viel mehr als eine Reduzierung der Geschwindigkeit bringe „eine ordentliche Fahrbahn“. Da es sich um eine Landesstraße handele, solle man dies doch der zuständigen Behörde anheim legen. Erwartungsgemäß spiegelte das Abstimmungsergebnis die unterschiedlichen Positionen zu Tempolimit wider: Zwölf Räte gaben der Verwaltung den Auftrag mit auf den Weg, die Tempo-30-Zone bei der zuständigen Verkehrsbehörde des Landratsamts Calw zu beantragen. Vier Räte stimmten bei einer Enthaltung dagegen. rdf