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Die Erhöhung der Grundsteuer B betrifft vor allem Haus- und Grundstücksbesitzer in der Gemeinde.  Foto: PZ-Archiv, Meyer 

Schömberg schraubt an Steuer und Gebühren: Das ändert sich ab 2021

Schömberg. Die Gemeinde Schömberg erhöht ab dem kommenden Jahr Gebühren und Steuern. Mit 40 Euro an Mehrausgaben im Jahr muss eine Schömberger Familie mit zwei Erwachsenen, zwei Kindern und einem durchschnittlichen Einfamilienhaus rechnen, die Kämmerer Ralf Busse als Musterfamilie angeführt. Der Überblick:

Grundsteuer: Die Grundsteuer B, die nicht landwirtschaftlich oder forstwirtschaftliche Flächen betrifft, soll ab kommendem Jahr von 380 auf 420 Punkte angehoben werden. Durch die Erhöhung um etwa 10,5 Prozent erhofft sich die Gemeinde Mehreinnahmen von rund 95.000 Euro. Geld, das teilweise für die geplante Sporthalle verwendet werden soll, wie Kämmerer Busse in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats ausführte.

„Rund die Hälfte der Grundsteuer wird zur Finanzierung der Feuerwehr verwendet.“

Vor der beschlossenen Erhöhung lag Schömberg bezüglich Grundsteuer B im kreisweiten Vergleich genau im Durchschnitt. Mit 420 Punkten muss in der Gemeinde nun mehr als in Dobel (350), aber weniger als in Höfen (440) oder Bad Wildbad (450) gezahlt werden. Die Grundsteuer A liegt bei 900 Punkten und soll nicht angehoben werden.

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Schmutzwasser und Niederschlagswasser: Für einen Kubikmeter Schmutzwasser muss ab kommendem Jahr 3,66 Euro anstatt wie bisher 3,56 Euro gezahlt werden. Die Gebühr für einen Kubikmeter Niederschlagswasser erhöht sich von 34 Cent auf 46 Cent. Ebenso muss ab 2021 mehr für die Anlieferungsgebühr gezahlt werden. Die Anpassung sei nötig, um Überschüsse und Defizite der vergangenen Jahre auszugleichen, argumentiert die Verwaltung in der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat. Bei der Schmutzwassergebühr liegt Schömberg ab 2021 im kreisweiten Vergleich nun weit über dem Durchschnitt von etwas über 2,50 Euro pro Kubikmeter. Nur Bad Wildbad verlangt im Kreis Calw noch mehr. Durch die Erhöhung der Abgabe für Niederschlagswasser rückt Schömberg näher an den Durchschnitt heran, bleibt jedoch noch darunter. Dobel und Höfen verlangen weniger von ihren Bürgern, Bad Wildbad zehn Cent mehr.

Wie sich die Gebührenunter anderem in den Punkten „Trinkwasser“ und „Erddeponie“entwickeln, lesen Sie am 26. November in der „Pforzheimer Zeitung“ Ausgabe Nordschwarzwald oder im E-Paper auf PZ-news.

Dennis Krivec

Dennis Krivec

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