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Auf einer Plattform könnten Events stattfinden. Fotomontage: Privat
Auf einer Plattform könnten Events stattfinden. Fotomontage: Privat
Im Wald bei Oberlengenhardt soll der Aussichtsturm gebaut werden. Aus 50 Meter Höhe hat man dann einen Blick bis in die Vogesen.   Von Zepelin
Im Wald bei Oberlengenhardt soll der Aussichtsturm gebaut werden. Aus 50 Meter Höhe hat man dann einen Blick bis in die Vogesen. Von Zepelin
06.12.2017

Schömberg will hoch hinaus - Aussichtsturm soll Touristen anlocken

Die Turm-Pläne von Oberlengenhardt sollen weiter verfolgt werden - Mit der Attraktion soll der Tourismus in Schömberg belebt werden.

Hoch, höher, Schömberg: Die Pläne für den höchsten Holzturm Deutschlands in Oberlengenhardt sollen weiter verfolgt werden. Das hat der Gemeinderat am Dienstagabend einstimmig beschlossen. Damit möchte man einen Anziehungspunkt schaffen, der den Tourismus in Schömberg beleben soll. Der Turm, der rund zwei Millionen Euro kostet, soll durch einen Rundweg (2,5 Kilometer) mit dem Kurhaus verbunden werden. Mit einer sogenannten „Fly Line“ soll man vom Turm außerdem durch die Lüfte zum Kurpark schweben können – diese Attraktion wird jedoch gesondert geplant.

Isabell Hofmann vom Pforzheimer Ingenieurbüro Braun stellte die Pläne genauer vor. Der Turm soll im Wald zwischen Oberlengenhardt und Schömberg gebaut werden. Er hat drei Plattformen, die sich in 20, 35 und 50 Meter Höhe befinden. Von der Spitze hat man einen Rundumblick bis zur Schwäbischen Alb, dem Pfälzer Wald oder den Vogesen.

Im Zentrum ist ein Aufzug geplant, um den sich die Treppen nach oben winden. Die Aufzug-Ausführung steht noch nicht fest. Entweder als einfache Variante für rund 100 000 Euro: Ein Lastenaufzug, der vier Minuten bis zur Spitze braucht und nur mit Personal bedient werden kann. Gehbehinderte Menschen könnten damit nur nach Anmeldung befördert werden. Denkbar wäre aber auch eine Alternative, die jederzeit per Knopfdruck einsatzbereit ist. Diese Lösung wäre zwar viel komfortabler – würde aber die Lift-Kosten auf mindestens 500 000 Euro in die Höhe treiben.

Oberlengenhardts Ortsvorsteher Friedbert Stahl war voll des Lobes. Der Turmbau sei ein „sinnvolles Projekt im Zuge der touristischen Neuausrichtung Schömbergs“. Das sahen die Gemeinderäte genauso.Mitte Januar steht ein Gespräch mit dem Landrat an. Dann stehen auch die Fördermöglichkeiten auf der Tagesordnung.