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So soll er einmal aussehen, der Turm in Holzbauweise: Die höchste Plattform in 50 Metern Höhe wäre auch mit dem Aufzug erreichbar. Foto: Gemeinde
So soll er einmal aussehen, der Turm in Holzbauweise: Die höchste Plattform in 50 Metern Höhe wäre auch mit dem Aufzug erreichbar. Foto: Gemeinde
Rund 450 Bürger waren am Montagabend in den Säulensaal des Kurhauses gekommen: um sich zu informieren, sowie der Verwaltung um Bürgermeister Matthias Leyn (rechts am Rednerpult) den Rücken bei der Umsetzung des Projekts zu stärken und auch Kritik loszuwerden. Foto: Meyer
Rund 450 Bürger waren am Montagabend in den Säulensaal des Kurhauses gekommen: um sich zu informieren, sowie der Verwaltung um Bürgermeister Matthias Leyn (rechts am Rednerpult) den Rücken bei der Umsetzung des Projekts zu stärken und auch Kritik loszuwerden. Foto: Meyer
06.11.2018

Schömberger Aussichtsturm: Gemeinde will Bürger ins Boot holen

Schömberg. Der geplante Aussichtsturm mitsamt Flyline in Schömberg ist längst kein Wackelkandidat mehr. Das Bürgerbegehren gegen den erhofften Touristenmagneten ist abgelehnt worden. Den rund 1400 Unterzeichnern steht bis Ende der Woche lediglich noch die kleine Hintertür über das Verwaltungsgericht Karlsruhe offen, um das Millionenprojekt zu stoppen.

Bürgermeister Matthias Leyn hofft derweil, in rund zwei Wochen die Baugenehmigung vom Landratsamt in Calw zu bekommen und hat die Bürger zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um letzte Zweifel aus der Welt zu räumen. Rund 450 Einwohner nahmen im Kurhaus die Chance wahr, sich zu informieren, selbst für den Turm zu werben und gleichermaßen auch kritische Punkte anzusprechen.

Wie soll der Turm aussehen und wo verläuft die Flyline?

Der Standort hat sich durch die Diskussionen in den vergangenen Monaten verlagert: Erst sollte er nördlich von Oberlengenhardt – nur ein paar Meter von den ersten Häusern entfernt – entstehen. Nun ist er weiter nach Westen verschoben worden, auf die andere Seite der Landesstraße nach Igelsloch. Der Turm soll über drei Besucherplattformen in 20, 35 und 50 Meter verfügen, sagte Ingenieurin Isabell Hofmann vom beauftragten Pforzheimer Büro Braun im Kurhaus. Zu erreichen seien diese entweder über insgesamt 300 Stufen oder einen Panoramaaufzug in der Mitte der Konstruktion. Besucher sollen das Ausflugsziel von einem Parkplatz in der Nähe des Kurhauses aus ansteuern können, so Hofmann weiter. Auf der rund einen Kilometer langen Strecke zum Turm sei man auf bereits bestehenden Waldwegen unterwegs. Ein Bürger sah darin einen Widerspruch zur vielzitierten Barrierefreiheit. Leyn sagte später im Gespräch mit der PZ, dass acht Behindertenparkplätze in der Nähe des Ausflugsziels geplant seien. Man befinde sich derzeit noch in Gesprächen mit einem Grundstückseigentümer. Die Flyline wird vom Turm aus auf 45 Meter Höhe starten, sagte Werner Wechsel, Geschäftsführer des Investors Hochkant. Die Strecke schlängele sich mit einer Neigung von zehn Prozent auf rund 780 Metern bis zum Kurpark. Das private Unternehmen denke auch über Sanitäranlagen vor Ort und einen Imbissstand nach, so Leyn nach der Veranstaltung.

Welche Hoffnungen werden in das Projekt gesetzt? Wie sieht die Finanzierung aus? Die Antwort auf diese Fragen lesen Sie am Mittwoch, den 7. November, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Lurchi
07.11.2018
Schömberger Aussichtsturm: Gemeinde will Bürger ins Boot holen

Oh, oh, ob sich das rentieren wird? 50.000 Touristen im Jahr erwartet man, 2,5 Millionen Euro nimmt man in die Hand, jährliche Betriebskosten von 250.000 Euro stehen an. 200.000 Euro davon nimmt man über ein Eintrittskosten bei den geschätzten 50.000 Benutzern und 5 Euro (3 Euro bei Kindern) Eintrittspreis. Scheint mir persönlich illusorisch. Zumal in unmittelbarer Nähe zwei weitere Aussichtstürme stehen. Auf demselben Höhenzug jener in Büchenbronn, der zwar "nur" 26 Meter hoch ist, aber ...... mehr...