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Üben für den Ernstfall: Die Schömberger Feuerwehr ist für viele Kliniken und Pflegeheime zuständig. Foto: PZ-Archiv, Recklies
Üben für den Ernstfall: Die Schömberger Feuerwehr ist für viele Kliniken und Pflegeheime zuständig. Foto: PZ-Archiv, Recklies
01.10.2015

Schömberger Gemeinderat: Ortsteil-Feuerwehren erhalten

Der Schömberger Gemeinderat hat der Feuerwehr den Rücken gestärkt: Einstimmig hat das Gremium am Dienstagabend den Bedarfsplan der Wehr zugestimmt, der die Neubeschaffungen bis ins Jahr 2020 enthält. Damit hat man eine verbindliche Planungsgrundlage. Allerdings: Es wurde auch Rücksicht auf die schlechte Finanzlage Schömbergs genommen. So soll der Kauf von neuen Fahrzeugen nicht automatisch erfolgen, sondern jeder Einzelfall überprüft werden. Der Bedarfsplan löse „nicht zwingend einen Automatismus bezüglich der kompromisslosen Umsetzung des Investitionsprogramms aus“, heißt es.

An dem Bedarfsplan hat neben Kommandant Rainer Zillinger auch Marcus Frank von der Firma FSG Beratungen mitgewirkt. Dabei ging es auch um die Frage, ob man bei der Feuerwehr sparen kann – zum Beispiel durch das Zusammenlegen von Ortsteil-Wehren. Das sei in Schömberg nicht möglich, betonten die beiden Fachmänner. Durch die Lage auf der Höhe sei sonst mit gravierenden Verschlechterungen für die einzelnen Ortsteile zu rechnen – besonders bei Hochwasser oder Sturmschäden.

Die Gemeinderäte unterstützten diese Linie. Udo Bertsch (CDU) betonte, es sei notwendig, alle Abteilungen zu erhalten. Und Martin Hackenberg (CDU) ergänzte, bei der Feuerwehr spare man am falschen Fleck. Helmut Schray (UWV) meinte, eine Zusammenlegung wäre der falsche Weg. Und Gerold Kraft (UWV) ergänzte, was in anderen Orten funktioniere – beispielsweise in Oberreichenbach – sei eben nicht auf alle übertragbar. Nur Susanne Ring (SPD) hätte gerne eine Simulation gehabt, wie sich eine Zusammenlegung ausgewirkt hätte. „Man müsste das ja nicht sofort umsetzen.“

Kommandant Zillinger wies darauf hin, dass in der Wehr schon manches zentralisiert worden sei. So gebe es eine gemeinsame Kleiderkammer und einen Pool für Atemschutzgeräte und Schläuche. „Wir haben die Strukturen dort verbessert, wo es keine negativen Auswirkungen hatte.“ Er möchte jetzt vermehrt Mitglieder-Werbung machen. Denn obwohl die Feuerwehr rund 170 Aktive hat, gibt es ein Problem: Tagsüber sind zu wenig Löschkräfte vor Ort – im Ernstfall könnte es zu Engpässen kommen.