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Blick auf die künftige Neue Mitte in Schömberg: Nicht nur hier soll sich bald Einiges tun. Foto: PZ-Archiv, Seibel
Blick auf die künftige Neue Mitte in Schömberg: Nicht nur hier soll sich bald Einiges tun. Foto: PZ-Archiv, Seibel
21.06.2017

Schömberger Rat stimmt für Fortführung des Entwicklungskonzepts

Einen „Masterplan“ für die Entwicklung der Gemeinde Schömberg hat der Rat in seiner Sitzung am Dienstag verabschiedet. „Das Gemeindeentwicklungskonzept begleitet uns seit gut eineinhalb Jahren“, sagte Bürgermeister Matthias Leyn. Viel Zeit habe man sich etwa in Ortsbegehungen mit den Bürgern genommen, um Schwachpunkte und Potenziale im Kernort Schömberg und den Teilorten Langenbrand, Bieselsberg, Schwarzenberg und Oberlengenhardt zu ermitteln.

Herausgekommen ist ein Maßnahmenkatalog, den Karin Kies vom Karlsruher Architekturbüro Gerhardt vorstellte. In Schömberg selbst habe etwa die Liebenzeller Straße in Richtung Ortsausgang Sanierungsbedarf. Durch den Abbruch des ehemaligen Gasthauses „Linde“ hat die Gemeinde an der Einmündung in die Schwarzwaldstraße Gestaltungspotenziale. Eine deutlichere Hervorhebung der Ortseingänge könnte verhindern, dass von den Landesstraßen in den Ort gerast werde.

Auch in den vier Schömberger Teilorten gibt es laut den Städteplanern noch Potenzial, vor allem an den öffentlichen Plätzen, an denen sich die Schömberger Bürger treffen. Angestrebt ist die Verdichtung nach innen und damit die Nutzung bereits vorhandener Flächen. Die Schömberger Räte sprachen sich einstimmig für den Maßnahmenkatalog aus. Nun gelte es, auch mit Blick auf Fördermittel, eine Liste mit Prioritäten zu erstellen.

Ungeteilte Zustimmung erfuhr auch die Fortschreibung der Sanierungskonzeption „Ortszentrum III“. Die Gemeinde ist Teil des Landessanierungsprogramms und erhält 1,7 Millionen Euro vom Land für das über 10 Hektar große Sanierungsgebiet, 1,13 Millionen Euro steuert Schömberg selbst bei.

Bisher sind in der Gemeinde 14 private Häuser modernisiert worden, zudem wurden vier Gebäude abgebrochen, davon drei kommunale. Rund eine Million Euro ist von den Geldern jetzt noch übrig. Mit der Verabschiedung des Gemeindeentwicklungskonzepts wollen das Architekturbüro Gerhardt und die Steg Stadtentwicklung, die das „Ortszentrum III“ betreuen, mögliche gemeinsame Projekte ausloten.

Das Gemeindeentwicklungskonzept wird den Bürgern am Donnerstag, 20. Juli, um 19 Uhr im Kurhaus Schömberg vorgestellt.