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Die Schönen Mannheims überzeugten beim Live-Konzert auf der Burg am Samstagabend mit einer stimmlich starken Präsenz und viel Humor: Stefanie Titus (von links), Smaida Platais, Susanne Beck und Anna Krämer.  Foto: Fotomoment 

„Schöne Mannheims“ bringen Leben in alte Ruine der Burg Löffelstelz

Mühlacker-Dürrmenz. Die Burg Löffelstelz in Dürrmenz ist neben dem Sender das markanteste Wahrzeichen von Mühlacker und gilt in der Region auch als unverwechselbare Veranstaltungslocation. Live-Konzerte waren dort vor Corona keine Seltenheit. Deshalb war es der Stadt Mühlacker ein Anliegen, diese Form der Unterhaltung sobald als möglich wieder anzubieten. An diesem Wochenende hatte das Warten nun endlich ein Ende. Nach den Corona-Einschränkungen war der Auftakt der Open-Air-Saison in Mühlackers historischen Mauern zwar eine beinahe in Vergessenheit geratene Erfahrung, doch jetzt konnte sie in voller Blüte wieder aufleben. Am Samstag brachten vier Frauen, die sich „Schöne Mannheims“ nennen, wieder Leben in die alte Ruine.

Gesanglich entfalteten Anna Krämer, Susanne Beck und Smaida Platais eine attraktive und abwechslungsreiche vokale Show. Klassische Arien, Swing, Rap vermischten sie in ihrer Kompression von drei Programmen, die sie seit 2011 auf die Bühne brachten.

"Das ist wie Weihnachten."

Sängerin Anna Krämer zum ersten Auftritt vor Publikum nach viermonatiger Corona-Pause

Die „Best-Of-Show“ war am Samstag vor allem ein Wiederentdecken von Konzertatmosphäre mit Publikum. Für alle nach viermonatiger Corona-Pause ein vermisstes Ereignis. Vor allem auch für die Künstlerinnen. „Das ist wie Weihnachten“, so Sängerin Anna Krämer. Eine große Erleichterung als Mensch und Künstlerin erklang aus ihren Worten, endlich wieder vor Publikum auf der Bühne stehen zu dürfen.

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Region

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Im Programm jener „Best-Of-Show“ ließen sich die von Stefanie Titus am Klavier begleiteten Sängerinnen über die Herausforderungen des reiferen Menschendaseins, dem weiblichen Problemzonenwahnsinn oder dem nicht verwirklichten Wunsch nach dem Traummann aus. Mit ihren Stimmen schufen sie dabei immer wieder ebenso wohlklingende wie aufreibende tonale Hörerlebnisse. Wegen der Mindestabstände der innerhalb des Burgareals fest mit dem Boden verankerten aufgestellten Stühle, gab es zwei Auftritte. Damit konnten insgesamt rund 140 Besucher in das Areal eingelassen werden.