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Das ist das zerstörte Auto des mutmaßlichen Täters. Er fuhr unvermittelt nach links und ungebremst auf ein am Straßenrand geparktes Auto auf. Durch die Wucht des Aufpralles wurde dieses Auto etwa drei Meter nach hinten auf einen dort ebenfalls abgestelltes Auto geschoben. Der Tatverdächtige konnte aus seinem Auto geborgen und festgenommen werden. Er kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.
Das ist das zerstörte Auto des mutmaßlichen Täters. Er fuhr unvermittelt nach links und ungebremst auf ein am Straßenrand geparktes Auto auf. Durch die Wucht des Aufpralles wurde dieses Auto etwa drei Meter nach hinten auf einen dort ebenfalls abgestelltes Auto geschoben. Der Tatverdächtige konnte aus seinem Auto geborgen und festgenommen werden. Er kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. © Friebe
An der Hindenburgstraße (B294) in Höfen hat ein 44-Jähriger bei einem Familienstreit eine 17-Jährige erstochen.
b294 höfen © Ketterl
© Dietz
14.01.2015

Schreckliche Bluttat in Höfen: 44-Jähriger ersticht 17-Jährige

Höfen. Eine schreckliche Tat weckt zu nächtlicher Stunde Höfen auf. Im Luftkurort an der Enz zuckt gegen 2 Uhr Blaulicht durch die Nacht. Ein 44-jähriger Mann hat in der Nacht zum Mittwoch auf seine 42 Jahre alte Ex-Partnerin und deren schlichtende Tochter eingestochen. Die 17-Jährige wurde dabei tödlich verletzt, die Mutter erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

Bereits vor einigen Wochen hatten sich der 44-Jährige und seine 42-jährige Freundin getrennt. Am Dienstagabend trafen die beiden und der neue Partner der Frau zufällig in einer Gaststätte in Bad Wildbad aufeinander. Zwischen dem späteren Täter und dem derzeitigen Freund der Frau entbrannte ein verbaler Streit, in dessen Verlauf es bereits zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen war. Als der 44-Jährige nach der Rangelei in seinem Fahrzeug davon fuhr, verständigte die Frau die Bad Wildbader Polizei über den Vorfall.

Die Beamten des Polizeipostens Bad Wildbad trafen den 42-Jährigen schließlich zu Hause an. Weil er offensichtlich stark betrunken war, wurde eine Blutentnahme angeordnet und der Führerschein des Mannes beschlagnahmt. Noch in derselben Nacht suchte er die in Höfen gelegene Wohnung seiner ehemaligen Partnerin auf. Als die 42-Jährige die Wohnungstüre öffnete, attackierte er sie sofort mit einem Messer. Die 17-jährige Tochter der Angegriffenen wollte schlichtend eingreifen und stellte sich zwischen die Streitenden. Dabei stach der Tatverdächtige mehrfach mit dem Messer auch auf sie ein.

Trotz Reanimationsmaßnahmen des sofort alarmierten Notarztes erlag die Jugendliche noch in der Wohnung ihren schweren Stichverletzungen. Die Mutter wurde lebensgefährlich verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Nach der Tat flüchtete der 44-Jährige mit seinem Fahrzeug. Die Polizei leitete umgehend umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein, in die Kräfte benachbarter Polizeipräsidien und ein Polizeihubschrauber mit einbezogen waren. Dabei konnte der Flüchtige am Ortseingang von Bad Wildbad-Calmbach von der Polizei gestellt werden.

Er fuhr unvermittelt nach links und ungebremst auf ein am Straßenrand geparktes Auto auf. Durch die Wucht des Aufpralles wurde dieses Auto etwa drei Meter nach hinten auf einen dort ebenfalls abgestelltes Auto geschoben. Der Tatverdächtige konnte aus seinem Auto geborgen und festgenommen werden. Er kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus.

Ein Hausmitbewohner beschreibt den 44-Jährigen als ruhigen, angenehmen Typ, der ein paar Jahre mit der Mutter des Opfers zusammen in dem Mehrfamilienhaus gewohnt und sich gut in die Hausgemeinschaft integriert habe. Auch die in einer öffentlichen Einrichtung arbeitende Mutter sei in Höfen fest verwurzelt und sehr beliebt gewesen. Ende November soll der mutmaßliche Messerstecher nach einer Trennung ausgezogen sein.

Der Nachbar ist erst um 4 Uhr wach geworden, hatte von der Tat nichts mitbekommen, aber das Blaulicht auf der Höfener Ortsdurchfahrt gesehen. Er ist total überrascht, dass es im beschaulichen Höfen solch eine Bluttat gegeben hat.

Eine andere Beschreibung von dem 44-Jährigen liefert eine Bekannte von Mutter und Tochter, die dem Messerstecher ein extremes Alkoholproblem bescheinigt. Er hätte die Mutter auch zuvor schon verprügelt und ihr seit der Trennung im November mehrmals die Autoreifen zerstochen. Der Täter sei sehr schnell aggressiv geworden, wenn er Alkohol getrunken hätte.

Eine 14-köpfige Ermittlungsgruppe mit Beamten aus Pforzheim, Calw und Karlsruhe versucht die Schuldfrage und die Hintergründe der blutigen Tat zu klären. Im Einsatz waren auch zwei Rettungswagen und zwei Notarztteams des Deutschen Roten Kreuzes.