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Dürrner Viertklässler erfahren in Pforzheim viel über die Vergangenheit. Foto: Privat
Dürrner Viertklässler erfahren in Pforzheim viel über die Vergangenheit. Foto: Privat
05.03.2018

Schüler aus Dürrn sind den Rasslern auf der Spur

Pforzheim. Auf dem Weg zur Druckhausführung bei der „Pforzheimer Zeitung“ standen wir vor einem großen Denkmal. Dass da Menschen von früher dargestellt waren, erkannten wir an der Kleidung. Rassler seien das. So stand es auf der Erklärung daneben.

Bis zu sechs Stunden sind sie früher jeden Morgen nach Pforzheim zur Arbeit gelaufen und jeden Abend wieder zurück. Wenn wir morgens so weit zur Schule laufen müssten, müssten wir um 2 Uhr aufstehen und um 2.15 loslaufen. Das konnten wir kaum glauben. Wir erfuhren, dass sie Bauern waren, die neben ihrer Arbeit auf dem Hof auch noch nach Pforzheim liefen, um dort als Schmuckarbeiter Geld zu verdienen. Was für ein hartes Leben!

Damit sich ihre Schuhe nicht abnutzten, hatten sie die Sohlen mit Eisennägeln beschlagen. Das machte viel Krach beim Laufen. Deshalb hatte man sie Rassler genannt. Sogar in Ölbronn, Dürrn und Kieselbronn gab es Rassler. Wir waren mit dem Bus in 30 Minuten von Dürrn nach Pforzheim gefahren. Was für ein Glück, dass wir die Strecke nicht laufen mussten.