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Berichtet: Schulsozialarbeiterin Jennifer Rebmann. Foto: Faulhaber
Berichtet: Schulsozialarbeiterin Jennifer Rebmann. Foto: Faulhaber
11.12.2015

„Schule ohne Sozialarbeiterin nicht mehr denkbar“

Seit September 2013 ist die Sozialpädagogin vom gemeinnützigen Verein „miteinanderleben“ am Königsbacher Bildungszentrum tätig und hat auch im zurückliegenden Jahr zahlreiche Angebote organisiert und betreut. Weil Mobbing nach wie vor ein wichtiges Thema ist, hat sie unter anderem in den siebten Klassen der Realschule und des Gymnasiums Wege aufgezeigt, mit denen man Mobbing unter Jugendlichen verhindern kann.

Als großen Erfolg sieht Rebmann die Ausbildung von Schülern zu Streitschlichtern an der Realschule. „Das ist sehr gut angelaufen, die Streitschlichter unterstützen sowohl die Schüler als auch die Lehrer“, erzählte sie. Am Gymnasium habe man es zudem geschafft, 16 Schüler in Zusammenarbeit mit dem Landesmedienzentrum zu Schüler-Medienmentoren auszubilden. Diese seien nun Experten in Sachen Medienproduktion, Medienschutz und Medienanalyse und könnten ihr Wissen an Gleichaltrige weitergeben.

Darüber hinaus hat die Schulsozialarbeiterin Präventionsangebote zu Rauschgift und Alkohol organisiert, zahlreiche Elternabende abgehalten und sich mit Jugendpflegerin Jessica Tursi am Sommerferienprogramm beteiligt. Sie habe es geschafft, mit 64 Prozent der Schülerschaft mindestens einmal Kontakt aufzunehmen, erklärte sie anhand einer Statistik. Das seien zwar größtenteils Gespräche „zwischen Tür und Angel“ in den Pausen oder auf dem Schulhof gewesen, aber bei jedem fünften Kontakt habe es sich um ein Beratungsgespräch gehandelt. Die Schüler seien vor allem zu ihr gekommen, um über Konflikte mit anderen Schülern zu sprechen, über schulische Probleme oder über Schwierigkeiten mit den Eltern. Auch mit drei Viertel der Lehrer habe sie Kontakt gehabt, berichtete Rebmann, manche Lehrer hätten sie wegen anhaltender Probleme öfter aufgesucht, während andere ihre Hilfe nur einmal in Anspruch genommen hätten.

Im zurückliegenden Jahr führte sie 174 Gespräche mit Eltern, sowohl telefonisch als auch persönlich. Zur Not konnte sie auch an weiterführende Beratungsangebote verweisen. Im bereits laufenden Schuljahr will die Sozialpädagogin den eingeschlagenen Weg weitergehen und die bisherigen Angebote beibehalten. Eine kleine Änderung gibt es allerdings: Nachdem in der Vergangenheit die Streitschlichter an der Realschule ausgebildet wurden, ist nun das Gymnasium dran. Verbandsvorsitzender Heiko Genthner dankte Rebmann für ihre aktive, dynamische Arbeit und betonte: „Wir könnten uns die Schule ohne Sie gar nicht mehr vorstellen“.