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Spaß stärkt den Zusammenhalt: Das vermittelt Schulsozialarbeiterin Silke Krewedl (Mitte) der Nieferner Schülergruppe um Griselda (stehend von links), Albina, Artenisa, Maksim und Lisa. Vorne von links: Salih, Phillip und David. Foto: Bischoff-Krappel
Spaß stärkt den Zusammenhalt: Das vermittelt Schulsozialarbeiterin Silke Krewedl (Mitte) der Nieferner Schülergruppe um Griselda (stehend von links), Albina, Artenisa, Maksim und Lisa. Vorne von links: Salih, Phillip und David. Foto: Bischoff-Krappel
03.12.2015

Schulsozialarbeiterin Silke Krewedl feiert fünfjähriges Jubiläum

Krass, reich, erfolgreich, witzig“ – an Einfällen mangelte es den Schülern der Nieferner Kirnbachschule nicht, um die Eigenschaften ihrer Schulsozialarbeiterin Silke Krewedl mit Hilfe der Buchstaben ihres Nachnamens zu beschreiben.

Die Sozialpädagogin vom Verein „miteinanderleben“ hatte sich zum fünfjährigen Jubiläum der Schulsozialarbeit an der Nieferner Werkreal- und Realschule etwas Besonderes einfallen lassen: Bei einem Malwettbewerb durften die Schüler ihrer Fantasie freien Lauf lassen. „Das Bild mit den meisten Stimmen gewinnt einen Buchgutschein“, erläuterte Krewedl, die sich sichtlich über die vielen Exponate auf den Stellwänden vor ihrem Büro und die vielen Besucher zum Jubiläum freute.

„Ich bin hier an der Schule von Beginn an gut aufgenommen worden“, verdeutlichte die Sozialpädagogin. „Schulsozialarbeit kann nur wirken, wenn sie auch gewünscht ist.“ An Herausforderungen mangelte es Krewedl in den vergangenen fünf Jahren nicht: „Bei jüngeren Schülern müssen wir aktuell der zunehmenden Zahl von Rauchern begegnen“, so die Sozialpädagogin. Auch häusliche Gewalt sei immer wieder ein Thema. „In vielen Fällen haben die Eltern selbst schon Gewalterfahrungen gemacht und geben dies an ihre Kinder weiter.“

Um den vielfältigen Problemen zu begegnen, ist der Schulsozialarbeiterin strukturiertes Arbeiten wichtig: „Man muss Prioritäten setzen und kann immer nur an einer Front tätig sein“, so Krewedl. Zudem lege sie Wert darauf, bei besonders intensiven Fällen Partner wie die Beratungsstelle in Mühlacker hinzuzuziehen.

Für Frank Schneider, Teamleiter der rund zwanzig Schulsozialarbeiter des Vereins „miteinanderleben“, kristallisiert sich für die Schulsozialarbeit eine grundlegende Problematik heraus: „Schule als Mikrokosmos spiegelt nur wider, was in der Gesellschaft als Ganzes passiert“, meint er. „Mein Eindruck ist, dass es in Zeiten geänderter Familienkonstellationen und zunehmenden Medienkonsums an Orientierung und festen Werten fehlt.“

Eine gesellschaftliche Wertediskussion sei daher dringend erforderlich. Den Kindern müssten wieder greifbare Strukturen und ein festes Wertesystem vermittelt werden, um den zunehmenden psychischen Auffälligkeiten zu begegnen.

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