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Wanderführer Horst Schulzek am Herzogstein. FUchs
Wanderführer Horst Schulzek am Herzogstein. FUchs
03.09.2015

Schwäbischer Albverein bietet Wanderungen rund um die Gartenschau an

83 Jahre ist Wanderführer Horst Schulzek alt. Das merkt man ihm allerdings kaum an. Wie ein junges Reh geht er vorweg, um die sich ihm angeschlossene Gruppe durch die Wälder um Mühlacker herum zu führen. So manch Jüngerer kann sich von ihm in Sachen Fitness noch eine Scheibe abschneiden.

Viermal hatte der Schwäbische Albverein Abteilung Mühlacker Wanderungen rund um das Gelände der Gartenschau angeboten. Der Ausflug am gestrigen Donnerstag war der letzte dieser Art.

„Man muss nicht weite Strecken fahren, um tolle Landschaften zu sehen. Die schönsten befinden sich alle um Mühlacker herum“, so Schulzek. Der Senderstädter ist jeden Tag unterwegs – entweder zu Fuß oder mit dem Rad.

„Ich bin ja oft hier in der Gegend unterwegs, aber diese Wege habe ich noch nicht gekannt“, sagt eine Wanderin aus Pforzheim.

Vom Gartenschau-Gelände aus geht es an der Enz entlang erst einmal nach Dürrmenz, dann weiter in Richtung Enzberg, vorbei am Herzogstein. Dieser steht genau auf der Grenze zwischen Baden und Württemberg. Es handelt sich allerdings nicht um den echten, historischen Grenzstein aus dem Jahr 1604, als der württembergische Herzog Friedrich I. sein Land zu Pferd einmal umrunden wollte und seine Reise dort sowohl begann als auch wieder beendete. „Der richtige Herzogstein befindet sich im Heimatmuseum in Mühlacker, nachdem die Witterung ihm stark zugesetzt hatte“, weiß Schulzek. Weiter geht es schließlich auf kleinen Pfaden hoch zum Segelfluggelände in Dürrmenz, von welchem man einen herrlichen Ausblick bis nach Vaihingen genießt. Und auch zu Flora und Fauna weiß der Wanderführer einiges zu erläutern. So entdeckt die Gruppe einen Eisvogel und kostet von jungen Rapspflanzen.