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Karl Wöhr
Karl Wöhr
21.09.2015

Schwäbischer Holz-Unternehmer Karl Wöhr gestorben

Er war ein Unternehmer der alten Schule: liebenswert, hilfsbereit, zielstrebig, visionär, voller Energie und neuer Ideen. Wenn es um die Firma ging, konnte Karl Wöhr in seinem Friolzheimer Sägewerkbetrieb aber auch zugleich streng und streitbar sein. Seinen Mitarbeitern war er auch deswegen stets ein Vorbild. Gerade, weil er sich seinem mittelständischen, schwäbischen Traditionsunternehmen immer eng verbunden fühlte. Am vergangenen Freitag verstarb Karl Wöhr im Alter von 88 Jahren.

Die Verantwortung für sein Lebenswerk hatte er schon vor 21 Jahren in andere Hände gelegt. Heute leitet Christian Grafmüller als Geschäftsführer und Eigentümer die „Karl Wöhr GmbH & Co.“ und beschäftigt 28 Mitarbeiter. Er lobt insbesondere das unternehmerische Gespür seines Vorgängers, der 1944 die Firma von seinem Vater Gottlob Wöhr übernommen hatte. „Nach dem Krieg musste er praktisch bei Null anfangen. Für mich war er immer eine Respektsperson“, bekennt Grafmüller. Früher als Mitbewerber in der Branche habe sein ehemaliger Chef erkannt, dass sich mit Nadelholz kaum noch Geld verdienen lässt und daher Anfang der 1960er Jahre auf Laubholz, speziell Buchenholz, umgestellt.

Erweitert wurde das Angebot 1975 durch Trocknen, Dämpfen und Zuschneiden des Holzes. 1995 wurde die erste Biomasse-Heizanlage gebaut, 2011 eine weitere, um Wärme für Produktion und Trockenkammern bereitzustellen. Heute fertigt die Firma Produkte vom Rundholz bis zu Möbelkomponenten und beliefert weltweit Industriekunden. Mehr lesen Sie am Dienstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.