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In Marseille wurde ein Türke festgenommen, der in Bretten seine hochschwangere Ex-Freundin erstochen und dabei auch das Baby getötet hat. 

Schwangere in Bretten getötet: Festnahme in Marseille

Die Tat hat für große Betroffenheit in der gesamten Region gesorgt. Ein 23-Jähriger soll am 19. Januar in Bretten seine schwangere Ex-Freundin erstochen und dabei auch das Baby getötet haben. Jetzt ist der mit Haftbefehl gesuchte 23-jährige Tatverdächtige im südfranzösischen Marseille festgenommen worden. Der aus der Türkei stammende Mann hatte bei Verwandten Unterschlupf gefunden.

Ein Zielfahndungskommando der französischen Polizei machte den gesuchten Türken am Donnerstag um 15.30 Uhr in einer Wohnung im 13. Arrondissement der Millionenstadt dingfest. Voraus gingen unter großem Aufwand geführte Ermittlungen, in die auch die Öffentlichkeit eingebunden war.

Letztlich ergaben sich bei verdeckt geführten Maßnahmen des Fahndungsdezernats der Karlsruher Kriminalpolizei Hinweise darauf, dass sich der 23-Jährige in Frankreich aufhielt. Ein rascher Festnahmeerfolg war allerdings dadurch erheblich erschwert, dass sich der Mann sehr konspirativ verhielt und nicht zuletzt mit Unterstützung von Verwandten häufig seinen Aufenthaltsort wechselte.

Seitens der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wird nun im Rahmen der Rechtshilfe die Auslieferung des dringend Tatverdächtigen bei den französischen Behörden vorangebracht. Wie berichtet, steht der Festgenommene unter dringendem Tatverdacht, am 19. Januar bei einem Streit seine hochschwangere 23-jährige Ex-Freundin mit mehreren Messerstichen verletzt zu haben. Trotz eines Notkaiserschnittes war das Kind noch am Tattag verstorben. Die junge Frau erlag einige Tage später ihren schweren Verletzungen.