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Zu Scherzen aufgelegt, zeigten sich die Schwarzmeer-Kosaken: Ein Sänger führte eine junge Frau vor den Altar. Tilo Keller
20.12.2015

Schwarzmeer-Kosaken zu Gast beim Tiefenbronner Männerchor

Ein musikalischer Schneesturm ist am Samstagabend in der Tiefenbronner St.-Maria-Magdalena-Kirche niedergegangen. Der Männerchor Freundschaft Tiefenbronn hatte den Schwarzmeer KosakenChor von Peter Orloff zu Gast, der mit den schönsten Liedern weihnachtliche Stimmung in der ausverkauften Kirche verbreitet hat. Den Abend hat der Männerchor der Freundschaft Tiefenbronn unter der Leitung von Chordirektor Richard Reiling eröffnet.

Bildergalerie: Schwarzmeer-Kosaken zu Gast beim Tiefenbronner Männerchor

Im festlich dekorierten Gotteshaus erklangen das vielstimmig gesungene „Heil’ge Weihnacht“, „Horch, wie hell die Glocken klingen“ und „Freu dich Erd’ und Sternenzelt“ besonders schön. Die Tiefenbronner Sänger zogen sich auf die Sitzplätze im Chor zurück und überließen den musikalischen Part zunächst dem Schwarzmeer Kosaken-Chor mit Dirigent Nasko Kirtscheff. Mit dabei auch der musikalische Gesamtleiter und Solist Peter Orloff, der als 14-jähriger schon dem Chor angehörte und später auch als Schlagersänger und Komponist bekannt wurde. Sein Vater hatte einst den Chor mitbegründet. Nach dessen Tod führte Peter Orloff die Familientradition fort.

Nach einem gesungenen „Vaterunser“, bei dem Orloff die Zuhörer vorübergehend zum Stehen aufgefordert hatte, folgen viele bekannte Lieder, wie die „Zarenhymne“, „Die Legende von den zwölf Räubern“, der „Gefangenenchor“ und „Die Posttroika“. Selbst das Hauptthema aus „Schwanensee“ kam zu Gehör.

Eine ganze Reihe von russischen Volksliedern und Balladen erinnerten an ein winterlich verschneites Russland. Jeder der einzelnen Sänger glänzte mit Soloauftritten und bekam den gebührenden Applaus. Dabei zeigten die stimmgewaltigen Männer mit kleinen Scherzen am Rande auch ihre humorvolle Seite. Eine junge, blonde Frau aus dem Publikum bekam das besonders zu spüren und wurde von einem der Sänger vor den Altar geführt.

An der Seite des Chores glänzten auch die drei Instrumentalisten, die mit Balalaika, Domra und Akkordeon das musikalische Gesamtbild unterstützten. Mit ihrem Orgelsolo sorgte Claudia Weinland für eine Atempause für die Sänger. Bei „Alle Jahre wieder“ waren dann auch die Zuhörer zum Mitsingen aufgefordert, wobei sich dabei der beeindruckende und kurzweilige Konzertabend langsam dem Ende zuneigte. Zum Abschluss des Konzertes gab der Schwarzmeer Kosaken-Chor zur Freude des Publikums auch noch einige Weihnachtslieder gemeinsam mit dem Tiefenbronner Männerchor zum Besten.