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23.06.2009

Schweinegrippe: Familie muss in Quarantäne

ENZKREIS. Ein zweiter Fall von Schweinegrippe ist im Enzkreis festgestellt worden: Nach Auskunft des Gesundheitsamts hat sich ein dreijähriges Mädchen bei einem USA-Aufenthalt infiziert. Das zuständige Labor bestätigte den Verdacht am Montagabend. Da es dem Kind jedoch bereits wieder gut gehe, wurde die Familie nach einem zweitägigen Krankenhaus-Aufenthalt in häusliche Quarantäne entlassen.

„Die Familie kam am Samstag aus den USA zurück. Noch am selben Tag zeigte eines der beiden Kinder Krankheitssymptome, weshalb die ganze Familie abends dann direkt ins Klinikum Pforzheim gegangen ist“, schildert Dr. Roswitha Kull, die Leiterin des Gesundheitsamtes, Einzelheiten. Am Montagabend sei dann das positive Testergebnis eingetroffen. Allerdings sei die Dreijährige bereits wieder wohlauf, und da auch die anderen Familienmitglieder bisher keine Symptome gezeigt hätten, habe man sich entschlossen, die Familie nach Hause zu entlassen.
„Allerdings sollen sie dort keinen Kontakt mit anderen Personen haben“, erklärt Kull. Die so genannte „häusliche Quarantäne“ gilt acht Tage ab Bekanntgabe des Testresultats, also bis kommenden Montag. Damit hätten Klinikum und Gesundheitsamt alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.
„Zum Glück hatte die Familie keine weiteren Kontakte, nachdem sie zu Hause angekommen war“, ergänzt die Ärztin. Dadurch habe man keine weiteren Personen ausfindig machen und unter Quarantäne stellen müssen – im ersten Fall im Enzkreis war es dabei um immerhin 40 Menschen gegangen.  enz


Aktuelle Informationen zur Schweinegrippe (auch „Neue Grippe“ genannt) im Internet:
www.enzkreis.de
www.rki.de