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15.09.2008

Schwelbrand in Lüftungsanlage hüllt Maschinenfabrik in Rauch

Ein erhitztes Kleinteil, das bei Schleifarbeiten abfiel, hat in der Maschinenfabrik Niefern an der Bahnhofstraße in Niefern-Vorort einen Brand verursacht.

59 Feuerwehrleute aus Niefern-Öschelbronn, Mühlacker, Illingen und Wurmberg rückten am Montag um 1.45 Uhr zur MWN Maschinenfabrik im Nieferner Gewerbegebiet am alten Bahnhof aus. Ein kleines, erhitztes Teil war im zentralen Auffangbehälter der Lüftungsanlage gelandet und führte dort zu einem Schwelbrand, der die Firmenräume in dichten Rauch hüllte. Obwohl das Gebäude schnell verqualmt war, konnten die Arbeiter rechtzeitig die Räume verlassen. Verletzt wurde niemand. Die vorsorglich alarmierten 13 Rotkreuz-Helfer mussten nicht eingreifen.

Die Feuerwehrleute unter der Leitung von Kreisbrandmeister Bernd Straile konnten die Maschinenfabrik nur unter erschwerten Bedingungen und mit Atemschutzgeräten betreten. Es qualmte wie verrückt. Um den Brandherd zu lokalisieren, musste mit einer Wärmebildkamera nach dem Ausgangspunkt des Schwelbrands gesucht werden. Feuerwehrmänner durchtrennten dann die metallenen Lüftungsschächte, um mit Schaum den Brand zu löschen. Das heiße Kleinteil wurde aus dem Behälter geholt. Danach musste das stark verrauchte Gebäude entlüftet werden. „Anwohner waren von den Rauchschwaden jedoch nicht betroffen“, sagte Polizeisprecher Andreas Reuster. Um 5.30 Uhr war der Einsatz beendet.

Die Polizei Pforzheim schätzt den Schaden auf mehrere Tausend Euro. Nach Angaben der Firma MWN wird eine Havariekommission den Schaden jetzt detailliert aufnehmen. „Ein Großteil der Produktion lief tagsüber weiter“, erklärte die Produktionsleitung des Betriebs. Stromleitungen, die ausgefallen waren, mussten Elektriker provisorisch überbrücken. Die Maschinenfabrik produziert fast rund um die Uhr. In der Brandnacht informierte sich auch Niefern-Öschelbronns Bürgermeister Jürgen Kurz vor Ort über den Brand und seine Folgen.