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Die Leidenschaft fürs Kochen hat Theo Hinsberger nicht verloren, seinen Humor auch nicht. Großen Anteil daran hat Ehefrau Ulrike. Beide haben ihre Partyservicepläne trotz des Horrorunfalls verwirklicht. Viele Unfallfolgen trägt er immer noch.Foto: Privat
Die Leidenschaft fürs Kochen hat Theo Hinsberger nicht verloren, seinen Humor auch nicht. Großen Anteil daran hat Ehefrau Ulrike. Beide haben ihre Partyservicepläne trotz des Horrorunfalls verwirklicht. Viele Unfallfolgen trägt er immer noch.Foto: Privat
22.07.2016

Schwere Böllerunfälle von 2011/2012 aufgearbeitet: Spuren bleiben bei Opfern für immer

Unterreichenbach/Pforzheim. Trifft man Theo Hinsberger an einem heißen Sommertag, dann ist der Silvesterunfall, bei dem ihm ein defekter Feuerwerkskörper vor viereinhalb Jahren die rechte Gesichtshälfte zertrümmert hat, ein bisschen weiter weg. Wärme lässt ihn die Schmerzen nicht so stark fühlen. Bei Kälte ist das ganz anders.

Dann schießen Stiche durch seinen Körper. Der Trigeminusnerv, der sich durch alle verletzten Gesichtspartien zieht, wird ihm in dem vernarbten Gewebe immer wehtun, sagt der Kapfenhardter: „Damit muss ich leben, aber ich kann heute damit leben.“ Seinen Humor habe er nicht verloren. Als positiver Mensch lasse er sich nicht unterkriegen. Auch dank seiner Frau Ulrike.

Theo Hinsbergers Schmerz aber hat die vier Jahre lange juristische Aufarbeitung der Unfälle mit fehlerhaften Feuerwerksbatterien überdauert. Der Pforzheimer Anwalt Lucian Schliffka hat gerade die letzte Akte geschlossen. Sie betraf den Fall eines 40-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen, der in der damaligen Silvesternacht noch schwerer verletzt worden war. Ihm war eine Leuchtkugel direkt ins Auge geschossen. 17 Operationen hat der Mann hinter sich, hat auf einem Auge fast alle Sehkraft verloren, das andere ist stark eingeschränkt. Wegen der langen Behandlungen dauerten die Verhandlungen zwischen dem Versicherer der Feuerwerksfirma und der Pforzheimer Kanzlei „Schliffka & Schwab“ bis jetzt.

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