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Könnte die metallverarbeitende Industrie in einem Gewerbegebiet verantwortlich sein? Diese und weitere Fragen sollen geklärt werden. Roller

Schwermetallbelastung in Königsbach: Behörden auf Spurensuche

Königsbach-Stein. Ist die Luft in Königsbach tatsächlich mit Schwermetallen belastet? Diese Frage könnte schon bald beantwortet werden. Denn sowohl Regierungspräsidium Karlsruhe (RP) als auch Landratsamt sind inzwischen über den Sachverhalt informiert. Bürgermeister Heiko Genthner fragt sich, wer wann Kenntnis von den Ergebnissen der Untersuchung hatte.

An einigen Messpunkten in Königsbach wurden gesetzliche Grenzwerte teilweise deutlich überschritten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Masterarbeit, die im Dezember vorigen Jahres an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen vorgelegt worden war. Die Bürgerinitiative Königsbach-Stein (BIKS) hatte daraufhin angekündigt, auf die Auffälligkeiten aufmerksam machen und sich für Kontrollen einsetzen zu wollen.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe will die Ergebnisse künftig bei der Überwachung mit einbeziehen. „Wenn Grenzwertüberschreitungen vorliegen, sind wir in der Pflicht, Ermittlungen durchzuführen“, so ein Sprecher. Im Umweltamt des Landratsamts wird die Untersuchung derzeit zudem fachlich geprüft. Das Umweltamt werde – abhängig vom Resultat – die in seiner Zuständigkeit liegenden relevanten Betriebe überprüfen, so ein Sprecher. Königsbach-Steins Bürgermeister Heiko Genthner betont, dass die Gemeinde weder vorab über die Durchführung der Messungen noch hinterher über deren Ergebnisse informiert worden sei. „Für mich wäre ein verantwortungsvolles Handeln gewesen, die Ergebnisse den zuständigen Behörden sofort zur Verfügung zu stellen und nicht fast ein halbes Jahr wertvolle Zeit verstreichen zu lassen.“, erklärt er.

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