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Mit der Drehleiter suchte die Feuerwehr das Dach nach Glutnestern ab. Der Brand war in einer Scheune ausgebrochen. Fotos: Schrader/Privat
Mit der Drehleiter suchte die Feuerwehr das Dach nach Glutnestern ab. Der Brand war in einer Scheune ausgebrochen. Fotos: Schrader/Privat
Die Flammen sorgten für starke Rauchentwicklung, die weit zu sehen war.
Die Flammen sorgten für starke Rauchentwicklung, die weit zu sehen war.
03.05.2019

Schwieriger Kampf gegen die Flammen

Knittlingen-Kleinvillars. Innerhalb weniger Tage ist es in Knittlingen zu einem weiteren Großbrand und damit zu einer gewaltigen Herausforderung für die Einsatzkräfte der Feuerwehr gekommen. Nachdem am Dienstag ein Dachstuhlbrand in der Beethovenstraße enormen Schaden in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro angerichtet hatte stand am Donnerstag eine Scheune im Stadtteil Kleinvillars in Flammen. Besonders heikel: Das Feuer drohte auf benachbarte Wohnhäuser überzugreifen – die Gebäude mussten evakuiert werden. Fünf Personen wurden vom DRK betreut, verletzt wurde jedoch niemand.

Um kurz nach 16 Uhr war die Knittlinger Feuerwehr alarmiert worden. Bei ihrem Eintreffen habe das Strohlager im hinteren Bereich der Scheune bereits in Vollbrand gestanden, berichtete Einsatzleiter Timo Haller vor Ort. Schnell breitete sich das Feuer in den Dachstuhl aus, die Rauchwolken waren bis nach Ölbronn zu sehen. Am Einsatzort herrschte Anspannung, schließlich mussten die Feuerwehrleute sicherstellen, die umliegenden Wohnhäuser vor den Flammen zu retten. In Kleinvillars gestaltet sich dies besonders schwierig, da der einstige Waldenserort dicht an dicht mit Häusern, Scheunen und Stallungen bebaut ist. „Doch es gelang uns sehr gut“, so Haller. Das Feuer griff zwar auf den Dachgiebel eines direkt angrenzenden Wohnhauses über, größere Schäden konnten allerdings auch hier vermieden werden. Während des stundenlangen Einsatzes mit 80 Feuerwehrleuten und 13 Fahrzeugen verschiedener Wehren aus dem ganzen Enzkreis musste die Ortsdurchfahrt in Kleinvillars voll gesperrt werden. Der Knittlinger Bürgermeister Heinz-Peter Hopp war ebenfalls zur Einsatzstelle gekommen. Weshalb die Scheune in Brand geriet, konnte gestern Abend nicht beantwortet werden.