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Eine Vereinsgeschichte unter Volldampf haben die Mitglieder des Remchinger Modelleisenbahnvereins um den Vorsitzenden Walter Ketterer (hinten, Zweiter von links) und den Gründungsvorsitzenden Heinz Buschmann (hinten rechts) erlebt. Foto: Zachmann
Eine Vereinsgeschichte unter Volldampf haben die Mitglieder des Remchinger Modelleisenbahnvereins um den Vorsitzenden Walter Ketterer (hinten, Zweiter von links) und den Gründungsvorsitzenden Heinz Buschmann (hinten rechts) erlebt. Foto: Zachmann
22.05.2016

Seit 25 Jahren gibt es den Modellbahnverein Remchingen

Es war im Jahr 1991, als sich im Wilferdinger Landgasthof „Hirsch“ sieben Gründungsmitglieder aus Remchingen und Umgebung versammelten, die bis heute eine gemeinsame Leidenschaft verbindet: die Begeisterung an der Modelleisenbahn. Am 13. Mai 1991 hoben sie den Modelleisenbahnverein Remchingen aus der Traufe.

Zusammen mit dem damaligen Vorsitzenden Heinz Buschmann können sich Helmut Augenstein und Klaus Martin auch 25 Jahre später noch ganz genau daran erinnern. Nun feierten sie mit allen Mitgliedern beim Festbankett im „Hirsch“ und verblüfften anschließend mit einem großen Jubiläumsbahnhof im Vereinsheim zahlreiche Gäste mit der detailreichen Modellbahnanlage.

Ansturm auf erste Ausstellung

Langer und schwieriger Verhandlungen bedurfte es, um Anfang der 90er das stillgelegte Stellwerk II (Richtung Königsbach) anzumieten. Kaum hatte der Verein unter enormem Arbeitseinsatz mit der Sanierung begonnen, schon scharten sich die Kameraden um eine kleine, batteriebetriebene Modellbahn. Der Anschluss ans Stromnetz erfolgte erst später. „Bei einer unserer ersten Ausstellungen in der Kulturhalle hatte ich jedem 500sten Besucher einen Eisenbahnwagen mit unserem Logo versprochen – und war kurz davor, den sechsten Waggon auszugeben“, erinnerte sich Buschmann, der vom Ansturm ebenso verblüfft war wie die damals anderthalb Dutzend Mitglieder und ihre Familien, die die 2500 Besucher zu bewirten hatten, über Nacht Kuchen backten und an den Tankstellen den Kaffee zusammensuchten.

Auch Walter Ketterer, der 1993 durch eine Ausstellung auf den Verein aufmerksam wurde und seit 1996 bis heute fast durchgängig die Geschicke des Vereins leitet, weiß von so mancher Anekdote zu berichten. 1997, als der Verein direkt neben dem Bahnhofshauptgebäude die Einweihung des Remchinger Stadtbahnhofs bewirtete, konnte keiner ahnen, dass die ehemalige Bahnmeisterei und Werkstatt einmal das neue Vereinsdomizil werden würde.

Viel Durchhaltevermögen bewiesen Ketterer und sein Vize Roland Fränkle bei zähen Verhandlungen mit der Bahn, die das marode Stellwerk II abreißen wollte. Nach langem Ringen mit den Behörden konnten sie Ende 2007 das jetzige Vereinsheim direkt neben dem Bahnhofsgebäude kaufen: „Ich habe es am Anfang bloß nicht gewusst, aber wir hatten immer Leute, die mit angepackt haben – Freiwillige, Bekannte und Familienmitglieder.“ So stockten die Modelleisenbahner das Gebäude auf und verwandelten es in ein schmuckes, gemütliches Vereinsheim, auf dessen Modulanlage mit gut 26 Metern Außengleis mittlerweile sogar Autos, Busse und die Feuerwehr ihre Runden drehen. Nicht nur die Faszination am Modellbau schweißt die Mitglieder zusammen: Während Buschmann noch heute mit der „Stellwerkband“ auf Tour ist, locken jeden Freitagabend und bei regelmäßigen Festen kulinarische Genüsse aus der Vereinsküche: „Ohne Mampf kein Dampf!“