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Uwe Renninger, Patrick Wurster, Joachim Straub und Thomas Thiele lassen sich von Michael Ragaller und Domenik Schleicher (von links) den Entwurf erläutern. Auch Bürgermeister Steffen Bochinger hört zu. Roller
Uwe Renninger, Patrick Wurster, Joachim Straub und Thomas Thiele lassen sich von Michael Ragaller und Domenik Schleicher (von links) den Entwurf erläutern. Auch Bürgermeister Steffen Bochinger hört zu. Roller
29.07.2018

Siegerentwurf für das neue Feuerwehrhaus in Keltern vorgestellt

Keltern-Ellmendingen. Die Jury hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, welcher Entwurf der Beste ist für das neue Feuerwehrhaus, das die Abteilungen Dietlingen und Ellmendingen beherbergen soll. Rund zehn Stunden hat das unter anderem aus Politikern, Feuerwehrangehörigen und Architekten zusammengesetzte Preisgericht getagt, bis der Sieger des Wettbewerbs feststand: der Entwurf der schleicher.ragaller architekten aus Stuttgart.

Zusammen mit den Entwürfen der vier weiteren Preisträger ist er derzeit in der Ellmendinger Winzerhalle zu sehen. Möglichst viel von der Masse des Gebäudes habe man in den Hang integrieren, relativ viel Raum in die Landschaft einfügen wollen, erklärt Architekt Domenik Schleicher. Gleichzeitig habe man das Gebäude erkennbar als Feuerwehrhaus gestalten wollen. Der Landschaft und der Wahrnehmbarkeit gleichermaßen gerecht zu werden, sei das Ziel gewesen, sagt sein Kollege Michael Ragaller. „Das war nicht einfach.“ Besonders die Topographie sei eine Herausforderung gewesen. Das bestätigt Thomas Thiele, der den Realisierungswettbewerb als Vorprüfer begleitet hat. Weitere Hürden: der schlauchartige Grundriss des Grundstücks sowie die Notwendigkeit, das Gebäude an die vorgegebene Anschlussstelle an der Landesstraße anzubinden.

Die Funktionalität stehe bei dem Gebäude an erster Stelle, sagt Thiele und betont, viele gute Entwürfe seien eingereicht worden. „Insgesamt waren sie auf hohem Niveau.“ Keiner davon sei perfekt gewesen, aber viele hätten großes Potenzial. Auch der Siegerentwurf soll noch verbessert werden. Etwa im Hinblick auf die Architektursprache: Das vorstehende Obergeschoss soll überarbeitet werden, ebenso wie die Zuordnung der Kameradschaftsräume zu den Außenflächen.

Insgesamt habe man keine Zweifel, dass es ein umsetzungsfähiger Entwurf sei, so Thiele. Das sieht auch Kelterns Bürgermeister Steffen Bochinger so. Er lobt die Qualität der Entwürfe und betont, der Austausch in der Jury sei offen und ehrlich gewesen. Der Realisierungswettbewerb für das Feuerwehrhaus war im April ausgelobt worden. Zuvor hatte eine Arbeitsgruppe eine Besichtigungstour gemacht und sich drei ähnlich große Feuerwehrhäuser in der Umgebung angeschaut. Die Feuerwehr arbeitete zusammen mit der Gemeinde ein Raumprogramm aus, das die Grundlage für den Wettbewerb darstellte. Nachdem die Jury entschieden hat, muss die Verwaltung nun formal mit allen fünf Preisträgern Verhandlungsgespräche führen.Mehr lesen Sie am Montag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.