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Eine Überwachungskamera wurde dem Singener Brandstifter zum Verhängnis. © Ketterl
11.05.2016

Singener Asylheim: Brandstifter muss drei Jahre hinter Gitter

Drei Jahre - so lange muss der 42-jährige Brandstifter wegen seinen Taten in Remchingen-Singen und im Ortenaukreis hinter Gitter. Die Auswärtige Große Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe in Pforzheim sah es als erwiesen an, dass der Mann aus dem Enzkreis im Juli 2015 eine geplante Flüchtlingsunterkunft in den Singener Meilwiesen und im Januar 2015 einen Backwarencontainer in Freistett angezündet haben soll. Jedoch gibt es weiterhin Zweifel am Motiv des verurteilten Familienvaters. Einen rechtsextremen Hintergrund schloss die Kammer jedoch aus. Der 42-Jährige bleibt vorerst auf freiem Fuß, da der Haftbefehl außer Vollzug gesetzt wurde.

Bildergalerie: Prozess gegen mutmaßlichen Brandstifter in Pforzeim

Eine Überwachungskamera wurde dem Singener Brandstifter zum Verhängnis.

Während der Hauptverhandlung lag im Dunkeln, ob der Mann mit engen Verbindungen nach Remchingen zu seinen Taten angestiftet wurde. Dieser hatte dies stets zurückgewiesen. Für Brandstiftung sieht der Gesetzgeber eine Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren vor. Die Verteidigung kann in Revision gehen.

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