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19.05.2016

Singener Brandstifter-Prozess geht in Revision - Urteil nicht rechtskräftig

Remchingen-Singen/Karlsruhe. Der am Mittwoch vor einer Woche verurteilte Singener Brandstifter geht in Revision. Das teilte das zuständige Landgericht Karlsruhe auf Anfrage der PZ mit. Der 42-jährige Mann aus dem Enzkreis hatte von der Auswärtigen Großen Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe in Pforzheim drei Jahre Haft für zwei gelegte Feuer bekommen.

Eines davon hatte im Juli 2015 ein geplantes Flüchtlingsheim in den Singener Meilwiesen zerstört und für großes Aufsehen im Land gesorgt. Durch die Revision ist das Urteil nicht rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof müsse den Fall nun als nächsthöhere Instanz auf Rechts- und Verfahrensfehler prüfen, so Jochen Herkle, Sprecher des Landgerichts Karlsruhe.

Eine Chronik zu der Tat gibt es für Abonennten von PZplus hier.

Ob es so weit kommt, wird sich zeigen. Der 42-jährige Familienvater ist momentan noch auf freiem Fuß – und wird es bleiben, solange das Urteil nicht rechtskräftig ist. Häufig würden Angeklagte in einer solchen Situation Rechtsmittel einlegen, um den Haftantritt zu verzögern, sagte Herkle: „Es kommt nicht selten vor, dass die Revision später wieder zurückgezogen wird.“ Uwe Kirsch, Hauptverteidiger des Brandstifters, wollte sich am DOnnerstag nicht äußern. Das Urteil muss nun verschriftlicht werden. Das Gericht hat dafür noch rund sechs Wochen Zeit. Danach kann die Verteidigung die Revision innerhalb von vier Wochen begründen. kri