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Die rund 20 Sänger des Chors „TonArt“ beim Gospelday unter der Leitung von Carla Brekeller (links mit Akkordeon). Foto: Roller
Die rund 20 Sänger des Chors „TonArt“ beim Gospelday unter der Leitung von Carla Brekeller (links mit Akkordeon). Foto: Roller
17.09.2017

Singener Chor setzt Zeichen gegen Armut und Ausbeutung

Remchingen. Der eine oder andere Passant wunderte sich schon etwas über diesen Anblick: Rund 20 Sänger standen am Samstagvormittag in Wilferdingen vor einem Drogeriemarkt und gaben einen Gospelsong nach dem anderen zum Besten, etwa „Amazing Grace“, „Lighthouse“ oder „Das ist Freiheit“. Sie gehörten zum Chor „TonArt“ und wollten mit ihrer Aktion ein Zeichen gegen Armut und Ausbeutung setzen.

Zusammen mit unzähligen weiteren Chören in ganz Deutschland nahmen die Sänger am bundesweiten Gospelday teil. Das Projekt ist Teil der Aktion „Gospel für eine gerechtere Welt“, einer Initiative von Brot für die Welt und der Stiftung Creative Kirchen. Bei der Benefizaktion sammelten sie zudem Spenden für drei „Happy Homes“ in Bangladesch, in denen Straßenkinder ein neues Zuhause finden.

„Wir finden das eine gute Sache“, sagte Chorleiterin Carla Brekeller. Die Hälfte der Lieder hatten die rund 20 Sänger bereits im Repertoire. „Die andere Hälfte haben wir in nur drei Proben einstudiert.“ Viele Menschen hätten ihnen während des anderthalbstündigen Konzerts zugehört, freute sich Brekeller. Einige hätten sich sogar ein Liedblatt genommen und kräftig mitgesungen. „Auch das Wetter hat gut gehalten, es gab sogar Sonne.“

Über die positive Resonanz freute sich auch Sängerin Alena Kirchenbauer. „Für uns als Chor ist es eine schöne Möglichkeit, nach draußen zu gehen“, meinte sie. Sonst trete man nämlich hauptsächlich in der Kirche und im Gemeindehaus auf. Besonders toll fand Kirchenbauer, dass extra für den Gospelday drei Gastsänger zum Chor gestoßen sind.

Den Chor „TonArt“ gibt es bereits seit 15 Jahren. Er gehört zum CVJM Singen. Während die Sänger ihre Gospels zum Besten gaben, hatte Sarah Oeder direkt nebenan ihren Stand aufgebaut. Sie bot Taschen und Platzdeckchen an, um damit zwei Projekte in Burkina Faso zu unterstützen: ein Waisenhaus und eine Schneiderin, die ihr Heim verloren hat.