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Fasching, Narren, Hexen, Guggenmusik

Die fünfte Jahreszeit feierten die Singener „Spaßvögel“ und ließen es in der ausverkauften Remchinger Kulturhalle ordentlich krachen. Foto: Zachmann
Auch um Mitternacht feierten Interpreten und Publikum noch ausgelassen. Foto: Zachmann
22.01.2018

Singener Spaßvögel machen die Nacht zum Tag

Remchingen. Im Singener Teufelsviertel ist die Hölle los: Denn neben Töpfleshexen und Spaßvögeln treiben ab sofort auch die Bäredaifel als dritte Häsgruppe der Carnevalsgesellschaft ihr närrisches Unwesen.

Bildergalerie: CGS Singen feiert Prunksitzung

Aber keine Angst: zwar machten die zotteligen Hörnerträger bei ihrer ersten Vorstellung im Rahmen der Prunk- und Fremdensitzung am Samstagabend einen schaurigen ersten Eindruck.

Sie zeigten sich am Ende aber dennoch wohlgesonnen gegenüber der entführten Prinzessin Ines I. (Schönthaler). Mit einem stimmungsgeladenen Programm begrüßten die CGS-Präsidentin Sarah Sebastian und ihre Vize Petra Leonhardt das bunt geschminkte Publikum in der ausverkauften Kulturhalle. Einmal wie eine Spieluhr aufgezogen, verzückten die beiden Neunjährigen, Hannah Lüdemann und Paula Bräuner, als Tanzduo so manchen Zuschauer, ebenso wie Tanzmariechen Mia Pizzino – zum letzten Mal trainiert von Jenny Tächl und ab sofort von Franziska Roth.

Als kunterbunte Narren verkleidet hielten Bürgermeister Luca Wilhelm Prayon und seine Frau Kirsten nicht nur den Karnevalisten den Spiegel vor, sondern durften sich in gleich drei lokalbezogenen Schabernack-Einlagen wiederfinden: „Bei deren Verkleidung kann man fast nicht erkennen, wer wer ist“, scherzte der Königsbacher Semsegräbsler Klaus „Wuffi“ Wolf mit seinen Freunden Steffen Sitter und Uwe Daiminger. Wolf schlug vor, das neue Rathaus für 50 Millionen Euro zu bauen: Zwanzig für ihn, zwanzig für Prayon und zehn für die Baufirma. Auch Junker Martin (Gegenheimer) von Remchingen und seine holde Gattin Eva (Amélie Schwenk) wurden durch die Großbaustelle nahe der damaligen Wasserburg scheinbar wieder zum Leben erweckt, wunderten sich aber vielmehr über den geplanten Grünbrückenbau über die „schnelle Kutschenbahn“ (A 8) und zeigten sich kommunalpolitisch auf dem neusten Stand. Ob Kulturhallenleiter, Ortsbaumeister oder Enzkreis-Landvogt: „Da hat sich viel getan im Ort – mancher kam, mancher ging fort.“ Zweideutige Wortspiele hatten es dagegen den Wilferdinger Waschweibern Helene Schwarz und Monika Foemer angetan: „Moiner deckt neme, ned ab, ned zu, nedemol ab und zu.“

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