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Fasching, Narren, Hexen, Guggenmusik

Für ordentlich Stimmung im ausverkauften Faschingssaal sorgten unter anderem die Singener Töpfleshexen. Foto: Zachmann
Ihr Tanzkönnen zeigten Paula Bräuner (von links), Mia Pizzino und Hannah Lüdemann. Foto: Zachmann
Das „Remchinger Hochzeitspaar“ Amelie-Sophie I. und Alexander III. Müller ist neues Prinzenpaar – ernannt von der CGS-Präsidentin Sarah Sebastian. Foto: Zachmann
11.11.2018

Singener Spaßvögel schwärmen wieder aus

Remchingen-Singen. Kein Halten gab es mehr für die Singener Spaßvögel, so dass sie schon am Vortrag den Elften im Elften mit einem großem Helau und einer stimmungsgeladenen Bühnenshow in der ausverkauften Kulturhalle feierten. In Vorfreude auf eine fröhlich-bunte Kampagne ließ die CGS der Narretei freien Lauf und feierte den Auftakt der fünften Jahreszeit mit zahlreichen Freunden: So begrüßten Matthias Griguscheit und Hans-Peter Gutjahr von den Wilferdinger Keltereckeseln das Narrenvolk mit kommunalpolitischer Heiterkeit und forderten im Hinblick auf ihren alljährlichen Umzugstreffpunkt: „Oh Luca, wär des schee, wenn endlich am Tengelmann des Schildle Narreplätzle dürfte steh.“

Nicht nur der Bürgermeister durfte sich wenig später über den neuen Faschingsorden freuen: Inmitten eines fünfeckigen Sterns präsentiert das von Peter Foemer gestaltete Andenken den Rathausneubau.

Bildergalerie: Singener Spaßvögel feiern Elften im Elften

Bevor die ersten Mitarbeiter dort einziehen, haben aber erst einmal zwei andere die Remchinger Regentschaft übernommen: Das 2015 öffentlich getraute „Remchinger Hochzeitspaar“ – Amelie-Sophie I. und Alexander III. Müller – ist das neue CGS-Prinzenpaar. Nach ihrem Einzug mit Kapuzenkutte samt Lichterschwert und der Krönung durch die CGS-Präsidentin Sarah Sebastian versprachen sie stilecht in Anzug und Kleid: „Mit Frohsinn wollen wir das Zepter schwingen und euch viel Spaß und Freude bringen. Jetzt wird hier nicht länger gefackelt – es wird gefeiert bis die Halle wackelt!“

Raus aus dem Glitzerkleid und wieder rein ins Häs hieß es dagegen für ihre Vorgängerin Ines I. (Schönthaler), die ebenso wie ihr Prinz Adrian II. (Schimanke) mit der Prinzengarde, den Pfinztrollen und Bäredaifeln schon wieder voll durchstartete.

Auch das Publikum war gefragt: Neben schwungvollen Schunkelrunden mit Uli Huber und Toni Cerasuolo von der Band Herzblatt zündeten die befreundeten Guggenmusiker Bääreklopfa lautstark das Feuer in ihren orange-blauen Trommeln. Habt ihr Pattex auf den Stühlen? Diese Frage der Dirigentin „Misses 1000 Volt“ Petra Folz ließen sich die Zuschauer nicht zweimal stellen.

Auftritt auf Rollschuhen

Für einen zuckersüßen Auftritt auf Rollschuhen und mit bunten Lollis sorgten derweil schon die jüngsten Gardemädels, während das junge Tanzduo Hannah Lüdemann und Paula Bräuner zusammen mit Tanzmariechen Mia Pizzino neben kunstvollen Schattenspielen gekonnt die Beine durch die Luft wirbelte und Spagate sprang. Schaurig-schöne Töpfleshexen durften ebenso wenig fehlen wie die Spaßmacher um Robin Leonhardt, die quer auf ihrer Deutschlandreise von der Nordseeküste über den Rammstein-Holzmichl bis zum Badnerlied viele Mitbringsel im Petto hatten.

Ebenso wenig auf den Mund gefallen zeigte sich Moderator Nino Arcuri am Mikrofon und am Klavier. Auch wenn seine Frauensuche erfolglos blieb, scherzte sich Bauer Sepp (Tobias Platz) mit einer quicklebendigen interaktiven Bütt in die Herzen der Zuschauer. Nach dem Zombie-Showtanz der Prinzengarde verabschiedeten sich alle Akteure kurz vor Mitternacht mit dem „Lied der Spaßvögel“ auf ein Wiedersehen in der fünften Jahreszeit.