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Crossmedia-Aktionen von PZ-news

Ob Präsentationen oder Animationen, erklärende Statistiken oder interaktive Bilder - alle crossmedial aufbereiteten Texte finden Sie hier. Kontakt zu PZ-Crossmedia-Redaketeur Simon Walter per E-Mail oder via Twitter.

Gegen Rassismus engagieren sich unter anderem der FV Niefern (links oben), die Spvgg Dillweißenstein (links unten), Borussia Dortmund (Mitte) sowie zwei Teams des 1. FC Ersingen.
Von Dortmund bis Ersingen kämpfen Sportler gegen Rassismus. © Screenshots: Walter
16.05.2014

So kämpfen die regionalen Vereine gegen den Hass

Auf einmal waren sie überall: Bananen. Martin Schulz, der sozialdemokratische Spitzenkandidat für die Europawahlen, hielt sie genauso in die Kamera wie die Fußballer des 1. FC Ersingen und die Mitarbeiter der Pforzheimer Firma „Meyle+Müller“. Und sie alle verbreiteten Fotos davon mit den Sprüchen „We are all monkeys“ („Wir sind alle Affen“) und „Say no to racism“ („Sag nein zu Rassismus“) über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Instagram.

Es ist die kreative Internet-Antwort auf den Bananenwurf auf Dani Alves Anfang April beim Fußballspiel des FC Villareal gegen den FC Barcelona – und auf die Reaktion des brasilianischen Abwehrspielers. Der hatte sich die Krummfrucht geschnappt und ein Stück abgebissen. Inzwischen ist zwar bekannt, dass die PR-Agentur „Loducca“ die Idee zu einer solchen Anti-Rassismus-Kampagne hatte. Doch die Bananen-Fotos ziehen im Netz weiter ihre Kreise – rasend schnell, sehr persönlich, mit Tausenden Nachahmern.

Zu diesen gehörte auch der 1. FC Ersingen: Die zweite Mannschaft sowie die B-Jugend posierten mit Bananen.

 

Der damalige Stuttgart-Profi Ibrahima Traoré postete dieses Foto aus der VfB-Kabine:

 

Und die Sportfreunde Mühlacker tauschten aus Solidarität kurzerhand ihr Facebook-Foto aus - mit einem klaren Statement.

 

Aktionen wie diese sind die digitale Antwort auf den Hass - einen Hass, den es aber auch digital gibt. So wurden schon zahlreiche Prominente zu Mobbing-Opfern um Netz. Zehn davon zeigt PZ-news in der Animation.

Gegen Rassismus kämpft auch die Aktion "4 Schrauben für Zivilcourage" der Initiative "Fußballvereine gegen Rechts", an der sich auch der Badische Fußballverband beteiligt. Fußballvereine können bei der Initiative kostenlos ein Schild mit der Aufschrift "Kein Platz für Rassismus und Gewalt" bestellen. Wenn sie das Bild am Vereinsgelände angebracht haben, senden sie es an die Initiative (gegen.rechts@arcor.de), die es dann auf ihrer Homepage www.fussballvereine-gegen-rechts.de veröffentlicht.

Zu sehen ist das Schild inzwischen unter anderem beim Badischen Fußballverband....

...beim TSV Maulbronn...

 

...beim FV Niefern...

 

 

...beim SV Oberderdingen...

 

...bei der Spvgg Dillweißenstein..

 

...beim SV Kickers Pforzheim...

 

...beim TuS Bilfingen...

 

...und beim FV Knittlingen:

 

Abschließend wechseln wir nochmal vom Sport zu Stars und Sternchen: Einige Hollywood-Stars haben ihre ganz eigene Vorgehensweise, um Pöbeleien zu begegnen: Selbstironie. Sie lesen die schlimmsten Beleidigungen gegen sich selbst kurzerhand vor.