nach oben
30.04.2008

So macht Nachsitzen Spaß

FRIOLZHEIM. Auf dem Schulhof der Grundschule herrschte am Samstag lebhaftes Treiben – obwohl samstags schulfrei ist. Dennoch rückten Eltern, Lehrer und Kinder an: nicht zum Pauken, sondern um das Schulgelände zu gestalten.

Mit Schubkarren, Mörtelkübeln, Mauerkellen, Schaufeln und Gummihammer machten sich Väter, Mütter und Schüler gemeinsam mit Lehrern und Rektorin Antje Waldenmaier ans Werk. Immer wieder lauschten die über 50 freiwilligen Helfer den Anweisungen von Landschaftsarchitektin Anja Grün. Die Fachfrau aus dem Ingenieurbüro Stadt und Natur stand den Helfern im Auftrag der Gemeinde beratend zur Seite, denn das Ingenieurbüro hatte auch den Zuschlag für die Gestaltung des nahe gelegenen Spielplatzes im angrenzenden Wohngebiet erhalten.

Zu unsicher geworden

Den Stein des Anstoßes, dem alten Schulhof zu Leibe zu rücken, lieferte ein mit Dornen übersäter Spielhügel. Auch eine Röhre, die die Kinder ins Innere des Hügels führen sollte, war längst nicht mehr sicher. „Der Hügel auf dem Pausengelände war seit über zwei Jahren gesperrt und nicht mehr bespielbar“, erinnert sich die Schulleiterin. Daran wollte die engagierte Rektorin etwas ändern und den Schulhof nach den Wünschen der Kinder neu gestalten. Dazu gehören Kletterschräge, Wippe, Schaukeln, Reckstangen, Hüpfpfosten, Rutsche und vor allem viel Natur.
Lehrer und der Elternbeirat unter Vorsitz von Michael Welsch griffen in einer Schulkonferenz die Ideen der Kinder auf und prüften, ob diese zu verwirklichen sind. Und so flossen in den Plan der Landschaftsarchitektin die Wünsche der Sprösslinge mit ein.

Jetzt machten sich die Männer mit Schwingschleifern am Schäferwagen zu schaffen, bis der Wagen, den Antje Waldenmaier für ihre Schüler organisiert hatte, seinen blau-roten Anstrich verpasst bekam. Andere Eltern mauerten mit Natursteinen eine kleine Sitzmauer um die Kastanie, verfugten Steine oder entrindeten den Pfosten für die Kletterschräge. Ein naturnaher Rundweg mit heimeligen Sitznischen entstand. Wieder andere kümmerten sich um das Essen und die Kinderbetreuung. Bis zum Schulfest am 16. Juni, so hofft die Rektorin, wird auch eine Lösung für die Kletterwand gefunden sein, die nicht in Elternarbeit entsteht.