nach oben
Matthias Leyn. Foto: Seibel
Matthias Leyn. Foto: Seibel
21.07.2017

So manche Schömberger Ecke soll schöner werden

Nur eine überschaubare Anzahl an Schömbergern wollte bei der Bürgerversammlung am Donnerstag im Kurhaus dabei sein. Dabei stand mit der Gemeindeentwicklung kein unwichtiges Thema auf der Tagesordnung. Das Karlsruher Architekturbüro Gerhardt stellte die Ergebnisse vor. Immerhin war die Bürgerbeteiligung auf dem Weg zu diesem Maßnahmenkatalog groß gewesen. Bei Begehungen in allen fünf Teilorten zeigten viele Schömberger Stellen, an denen etwas gemacht werden muss. „Wir wollen uns alle wohlfühlen“, sagte Bürgermeister Matthias Leyn. Neue Impulse in der Entwicklung sollen die eh schon schöne Gemeinde weiter stärken. Über 125 Seiten erstreckt sich der Bericht der Stadtplaner, einsehbar sein soll er in Zukunft auch auf der Homepage der Gemeinde. In allen fünf Ortsteilen haben die Architekten Potenziale entdeckt.

In Bieselsberg etwa gebe es viele sanierungsbedürftige Gebäude im Ortskern. Öffentliche Räume wie der Brunnenplatz sollen aufgewertete werden. In Oberlengenhardt ist die lange Hauptstraße ein Problem. Verkehrsinseln an den Bushaltestellen sollen vom Rasen abhalten und Schulkindern einen sichereren Weg bereiten. In Schömberg selbst soll der Einkaufsbummel über die Linden- und Liebenzeller Straße mit Sitzmöglichkeiten und Ruhezonen entspannter werden.

Die Bürgerversammlung sei vor allem dafür gedacht, ein Stimmungsbild für die Rangfolge dieser und vieler weiterer Maßnahmen mitzunehmen, sagte Leyn. Viele Bürger stören sich am ehemaligen Hotel Krone direkt an der Schömberger Ortsdurchfahrt, das heute leersteht. „Die Krone ärgert uns alle“, stellte Leyn klar, sei aber in Privatbesitz. Somit könne die Gemeinde derzeit nur abwarten.

Auch die Neue Mitte war wieder Thema. Erneut bestätigte Leyn den Baubeginn des Einkaufsmarktes am 4. September dieses Jahres. Derzeit prüfe man aber, ob auf dem Grundstück dahinter, wo der Investor, die Firmengruppe Krause, zwei Wohnanlagen für Senioren plant, noch Platz für den Bau eines Kindergartens sei.

Ist das der Fall, will die Gemeinde einen Teil des Grundstücks von der Firmengruppe kaufen. Die 50 Jahre alte Kindertagesstätte „Am Eulenbächle“ aus der Talstraße würde dann in die neuen Räume ziehen.