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„So sind unsere Gesetze, so ist unsere Kultur“: Aicha Belgazzar-Jung (rechts) und Anton Schaaf (links) vom Fachdienst Asyl des Vereins „miteinanderleben“ informieren Flüchtlinge im Zelt in Niefern-Vorort über die Gepflogenheiten in Deutschland. Foto: Seibel
12.05.2016

So schnell kann der Enzkreis nicht auf Asylzelte verzichten

Zeltanlagen wie in Niefern-Vorort sind ziemlich karg. Ob das Landratsamt solche einfachen Bauten nicht mehr benötigt, wenn weitere hochwertigen Container fertig sind, ist offen. Der Betreuungsdienst Asyl hat im Nieferner Zelt die Informationsreihe für die Flüchtlinge vorgestellt.

Zeltanlagen für Flüchtlinge wie zum Beispiel in Niefern-Vorort an der Eutinger Straße sind triste Notunterkünfte. Der Enzkreis, zuständige Behörde für die vorläufige Unterbringung der Asylbewerber, hat mit solchen Zelten sowie mit geeigneten Sporthallen im vergangenen Jahr den Flüchtlingsansturm aufgefangen. Die Kreisverwaltung und die Kommunen hoffen, mit hochwertigen Containerbauten die Zeltheime eines Tages aufzulösen.

Noch ist aber offen, wie viele Flüchtlinge in diesem Jahr untergebracht werden müssen. „Zurzeit gibt es bei uns deshalb keine Überlegungen, die bestehenden Unterkünfte in Zeltanlagen oder Hallen aufzugeben“, sagt die Sozialdezernentin Katja Kreeb.

Das Landratsamt und der für die Betreuung der Schutzsuchenden verantwortliche Verein „miteinanderleben“ stellten in den Zelten in Niefern die Bausteine vor, die den Flüchtlingen helfen sollen, „Gesetze, Kultur und Gepflogenheiten des Zusammenlebens in Deutschland zu durchschauen“, so Anne Polinsky als Leiterin für den Bereich Migration bei „miteinanderleben“.

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