So soll der Forst in Schömberg fit für die Zukunft werden

Schömberg. Wie soll der Schömberger Kommunalwald im Jahr 2030 aussehen? Das Landratsamt hat gemeinsam mit dem zuständigen Revierförster Alex Volkert Vorschläge unterbreitet, die in der sogenannten Forsteinrichtung zusammengefasst sind. Der Gemeinderat gab in seiner jüngsten Sitzung einstimmig grünes Licht.

Karl-Heinz Stierle von der Abteilung Forstbetrieb und Jagd im Landratsamt Calw hatte dem Gremium zuvor die Zielsetzung für den Kommunalwald vorgestellt. Wegen des Klimawandels solle in den kommenden zehn Jahren der Laubanteil erhöht werden. Dieser betrage auf der insgesamt 490 Hektar großen Forstfläche aktuell neun Prozent, so Stierle. Der Rest sei Nadelwald – typisch für die Enz-Nagold-Platte.

„Wir wissen nicht, was in 50 Jahren passiert“, so der Experte weiter. Daher müsse man auf verschiedene Arten setzen. Stierle hob dabei vor allem die Douglasie als geeigneten Laubbaum hervor.

Und welche Arten sind in Zukunft noch für das Gebiet rund um Schömberg geeignet? Dem Gemeinderat zeigte Stierle dazu Karten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt, die einen Blick ins Jahr 2050 wagen – und die Klimaziele des Pariser Abkommens nicht eingehalten werden könnten.

„Die Fichte wird völlig ungeeignet sein“, sagte der Mann vom Landratsamt. Sturm, Wassermangel und der Borkenkäfer setzten ihr zu arg zu. Geeigneter sei dagegen die Tanne, besser noch die Buche.

Als wirtschaftliches Ziel wurde, „wenn möglich, ein positiver Deckungsbeitrag“ ausgegeben. „Der Holzmarkt liegt am Boden“, so Stierle weiter. Da Schömberg im kreisweiten Vergleich einen relativ hohen Holzvorrat vorweisen könne, habe man in der Vergangenheit eine gute Ertragslage zu verzeichnen gehabt. Von 2011 bis 2018 brachte der örtliche Kommunalwald Gewinne zwischen 32.000 Euro und 188.000 Euro ein.

Fokus auch auf Erholungswald

Den Erholungswald, der sich auf 227 Hektar erstreckt, wollen die Forstexperten in Zukunft weiter pflegen und fördern. Dabei wird besonders auch auf den Aussichtsturm und den geplanten Heilwald ein Augenmerk gelegt.

Ziel ist laut Stierle auch die Öffnung des Kapfenhardter Tals, wie es mit der Nachbargemeinde Unterreichenbach bereits beschlossen wurde.

Auch Ausblicke, wie der am Langforchenweg mit seinen Himmelsliegen, sollen erhalten bleiben.

Dennis Krivec

Dennis Krivec

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