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Dieses Bild stammt von PZ-Leser Valentin Höbel. Aufgenommen hat er es mit einer Canon EOS 1200D durch ein Newton-Teleskop in Mühlacker. © Höbel
PZ-Leser Thomas Jahnke hat diese beeindruckenden Bilder über Ötisheim und Enzberg aufgenommen. Vielen Dank! © Jahnke
28.07.2018

So war der Blutmond über der Region zu sehen – Bilder der PZ-Leser

Heppenheim/Offenbach/Pforzheim. 103 Minuten hat sie gedauert, die Mondfinsternis, die am Freitagabend über Deutschland zu bewundern war. Leider war die Sicht nicht überall ganz ungetrübt. Auch in Pforzheim und dem Enzkreis war die rote Kugel teils kaum zu erkennen. Schade – ein solches Spektakel wird es in diesem Jahrhundert nicht mehr geben.

Der Mond hat sich zur längsten totalen Finsternis des 21. Jahrhunderts in spektakulärem Rot präsentiert. Bei hochsommerlichen Temperaturen bis 30 Grad versuchten viele Menschen in Deutschland mit bloßem Auge, Fernglas oder Teleskop das extrem seltene Himmelsschauspiel zu verfolgen.

Ein beeindruckendes Schauspiel! (Foto: Thilo Keller)

Während manche Menschen aus Pforzheim und der Region fasziniert waren, bekamen andere kaum etwas mit. Auf dem Wallberg waren hunderte, meist jüngere Leute, die wohl etwas enttäuscht waren. Viele waren mit Fernrohren und Fotoapparaten gekommen. Zu sehen war leider nur ein schwach auszumachender Mond. Entschädigt wurden sie mit einem unglaublichen Blick auf Pforzheim und ein Feuerwerk in der Stadt.

Andere PZ-Leser schickten begeistert Fotos von dem Schauspiel. Egal, wie verpixelt die Bilder – das Spektakel war eindrucksvoll!

Bildergalerie: Fotos der PZ-Leser vom Blutmond über der Region (Teil 2)

Bildergalerie: Fotos der PZ-Leser vom Blutmond über der Region (Teil 1)

Viele Sternwarten, Planetarien, astronomische Vereine und Forschungsinstitute luden zum Beobachten des Schauspiels ein.

Zur etwa 103 Minuten langen totalen Mondfinsternis gesellte sich ein besonders heller und großer Mars. Eine ähnliche Mars-Stellung war zuletzt vor 15 Jahren zu sehen. «Für die derzeit lebenden Menschen ist das ein einmaliges Ereignis», sagt der Chef der Vereinigung der Sternfreunde in Heppenheim, Sven Melchert.

Im Norden, Westen und Süden war die Sicht auf die beiden rötlich leuchtenden Himmelskörper vielerorts recht gut. Der Deutsche Wetterdienst meldete für diese Regionen vereinzelt Wolken. Weniger Glück hatten weite Teile Brandenburgs, Sachsen-Anhalts, Sachsens und Thüringens. Dort blickten viele auf Gewitterwolken statt auf einen sternenklaren Abendhimmel. Über Berlin hingen einige Wolken. Auch am Alpenrand war das Himmelsspektakel nicht überall zu sehen.

Zu einer Mondfinsternis kommt es nur bei Vollmond - wenn Sonne, Erde und Mond auf einer Linie liegen. Der Mond taucht völlig in den Schatten ein, den die von der Sonne angestrahlte Erde in den Weltraum wirft. Einen besonders guten Blick darauf hatte Astronaut Alexander Gerst, der derzeit auf der Raumstation ISS ist.

Der Mars gilt ohnehin als Roter Planet. Aber warum leuchtet auch der Mond rot? Die kurzwelligen blauen Lichtwellen der Sonnenstrahlen werden Experten zufolge vollständig in der Erdatmosphäre gestreut. Das langwellige rote Licht wird dagegen gebrochen und in Richtung Mond gelenkt.

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