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Bei der Vernissage „Kirnbach Kunst – Realschule im Rathaus“ schauen sich Schüler eine Collage zum Thema „Niefern lohnt sich“ an. Foto: Tilo Keller
Bei der Vernissage „Kirnbach Kunst – Realschule im Rathaus“ schauen sich Schüler eine Collage zum Thema „Niefern lohnt sich“ an. Foto: Tilo Keller
03.05.2017

Sogar Comics schmücken nun das Nieferner Rathaus

Niefern-Öschelbronn. Wer in diesen Tagen das Nieferner Rathaus besucht, sollte etwas mehr Zeit einplanen, denn es lohnt sich, den ausgestellten Bildern und Skulpturen Aufmerksamkeit zu schenken. Schüler der Realschule Niefern präsentieren ihre schönsten Werke und machen damit das Rathaus zu einer beachtlichen Galerie. Unter dem Motto „Kirnbach Kunst – Realschule im Rathaus“ ist die Ausstellung eröffnet worden.

Realschulrektorin Sylvia Schleifer-Dürr erklärte, dass die Kunstausstellung bislang Teil der Veranstaltung „Kultur an der Bischwiese“ war. Allerdings reichte dort der Platz im Foyer der Kirnbachhalle nicht mehr aus. Stattdessen sei daraus nun eine eigenständige Ausstellung im Rathaus entstanden. „Damit ermöglichen wir einen Einblick in das, was die Schule im Kunstunterricht tut und was die Kollegen leisten“, merkte Schleifer-Dürr an. „Die Schüler haben sich nicht nur damit befasst, wie man ein Bild malt, sondern sich auch der Kunst angenommen“, sagte Bürgermeisterstellvertreter Erik Schweickert bei der Vernissage. Er wünschte den Besuchern viel Spaß.

„Auch hier ist der Platz begrenzt, wir hätten noch viel mehr Exponate gehabt“, sagte Kunstlehrerin Daniela Karst und führte kurz in die Entstehung der Werke ein. So wurden einige Bilder durch Besuche in Kunstausstellungen in Karlsruhe und Stuttgart inspiriert. Zu sehen sind sowohl Malereien auf Leinwand als auch Zeichnungen, Collagen, Graffiti und sogar Comics. Darunter auch ein Siegerbild, das einen Comic-Wettbewerb gewonnen hat, den die Akademie für Kommunikation Pforzheim veranstaltet hatte. Ergänzt werden die Arbeiten durch zierliche Figuren, die aus Draht und Pappmasse entstanden sind. „Papier ist geduldig, sagt man“, erklärte Karst und forderte die Eröffnungsgäste auf, an einer Papier-Performance mitzuwirken.

Die Schüler der Klasse 9 b legten einen mitreißenden Rhythmus mit Pappröhren, Kartons und zwei festen Papierbögen vor. Das Publikum konnte sich mit kleinen Papiertüten raschelnd und knallend beteiligen. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung durch die Zehntklässler Elisa und Josia mit Gesang und Gitarre sowie durch die Querflötenspielerinnen Fee aus der sechsten und Carina aus der siebten Klasse. Mit einem Gedicht rundete Jurij aus der neunten Klasse den Abend ab. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Rathauses noch mindestens bis zu den Pfingstferien zu sehen.